Umfrage zeigt: Slowdown hat bereits Auswirkungen auf den Detailhandel

Seit der Ankündigung strengerer Massnahmen durch den Bundesrat gehen Verkaufszahlen und Kundenfrequenzen bei Kleidergeschäften und Kaufhäusern zurück.

Drucken
Teilen
Die Bevölkerung meidet Innenstädte und Flaniermeilen zunehmend, schreibt die Swiss Retail Federation.

Die Bevölkerung meidet Innenstädte und Flaniermeilen zunehmend, schreibt die Swiss Retail Federation.

Keystone

(agl) Der Detailhandelsverband Swiss Retail Federation hat erhoben, wie sich der nationale Slowdown des Bundesrates auf die Geschäfte auswirkt. Wie es in einer Mitteilung vom Donnerstag heisst, leiden laut einer Umfrage insbesondere Modegeschäfte und Warenhäuser darunter, dass sich die Schweizerinnen und Schweizer wieder vermehrt zuhause aufhalten.

So ist der Umsatz in den Modegeschäften in den letzten zehn Tagen um 20 Prozent zurückgegangen, wie die Swiss Retail Federation weiter schreibt. Dies im Vergleich mit den zehn Tagen vor der Ankündigung strengerer Massnahmen. Die Kundenfrequenz hat um rund einen Viertel abgenommen. Ähnlich präsentiert sich die Situation in den Warenhäusern. Diese verzeichneten 18 Prozent weniger Kunden und einen durchschnittlichen Umsatzrückgang von 15 Prozent.

Anders sieht es im Lebensmittelhandel aus. Dort legte der Umsatz um 3 Prozent zu, bei einem Rückgang der Kundenfrequenz um 1 Prozent. Laut dem Detailhandelsverband ein Hinweis darauf, dass die Kundschaft eher grössere Einkäufe tätigt, um weniger in die Lebensmittelgeschäfte gehen zu müssen. Die Detailhändler gehen davon aus, dass die Bevölkerung zurzeit nur wenig Käufe ausserhalb des Grundbedarfs tätigt und Innenstädte und Flaniermeilen meidet. In den Kantonen, in denen Lockdowns beschlossen wurden, dürfe sich dieser Effekt noch verstärken.