Unternehmen
Studie zeigt: Mehr Gastrounternehmen gegründet trotz Coronakrise

In der Schweiz ist der Firmenbestand letztes Jahr trotz Pandemie um 2,8 Prozent gewachsen. Das zeigt eine neue Studie. Am meisten Zuwachs erhielt der Kanton Appenzell Innerrhoden.

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Mehr Arbeit für das Handelsregisteramt: In der Schweiz nahm der Firmenbestand im vergangenen Jahr zu. (Symbolbild)

Mehr Arbeit für das Handelsregisteramt: In der Schweiz nahm der Firmenbestand im vergangenen Jahr zu. (Symbolbild)

Keystone

(abi) Die Zahl der Firmen hat in der Schweiz 2020 um 2,8 Prozent zugenommen. Zum Vergleich: 2019 waren es 2,3 Prozent gewesen. Das gab die Crif AG am Freitag bekannt, die sich selbst als führender Wirtschaftsauskunftsdienst für Firmen und Privatpersonen bezeichnet. Sie führt das Wachstum auf einen Anstieg der Neugründungen um fünf Prozent zurück. Gleichzeitig habe es 8,3 Prozent weniger Löschungen gegeben als 2019.

Das stärkste Nettowachstum weist gemäss Mitteilung der Kanton Appenzell Innerrhoden mit 5,3 Prozent auf. Dahinter folgen die Kantone Luzern mit 3,7 Prozent sowie Zug und Freiburg mit je 3,5 Prozent. Am Schluss der Rangliste finden sich die Kantone Tessin mit 0,9 Prozent und Schaffhausen mit 1,0 Prozent.

Die häufigsten Gründungen verzeichnet der Detailhandel mit 3783. Das sei gegenüber dem Vorjahr ein Plus von 18,5 Prozent. Auch die Gastronomiebranche, die besonders unter der Pandemie leidet, verzeichnet 158 mehr Gründungen als im Vorjahr. Gelitten haben die Architekturbüros: Sie würden einen Rückgang der Neugründungen von 224 Firmen verzeichnen – ein Minus von 15,4 Prozent. Für die Studie wurden sämtliche Firmen berücksichtigt, die vom 1. Januar 2020 bis 31. Dezember 2020 neu ins Handelsregister eingetragen oder gelöscht wurden.