«veganuary»
Junge Zürcherinnen mögen Fleischersatz – nun will Coop das Sortiment ausbauen

Coop hat untersucht, wie der Markt für vegane Fleisch- und Milchersatzprodukte wächst. Am beliebtesten sind sie bei jungen Frauen in Zürich. Nun baut der Detailhändler das Sortiment aus.

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Vegane Käseplatte: Milchersatzprodukte haben in den letzten Jahren in der Schweiz stark Marktanteile gewonnen.

Vegane Käseplatte: Milchersatzprodukte haben in den letzten Jahren in der Schweiz stark Marktanteile gewonnen.

Keystone

(wap) Pflanzenbasierte Ersatzprodukte werden immer beliebter. Das zeigt eine Umfrage, die Coop nach den traditionell fleischlastigen Festtagsmenus am Dienstag publiziert hat. So sei die Zahl der sogenannten Flexitarier – also Personen, die sich teilweise vegan oder vegetarisch ernähren – in den letzten vier Jahren in der Schweiz um 15 Prozent gestiegen. Zudem habe mehr als die Hälfte der Befragten bereits pflanzenbasierte Ersatzprodukte konsumiert.

Dazu zählen etwa Hafermilch oder Mandeljoghurt. Aber auch Produkte wie Burger auf Pflanzenbasis oder veganes Pouletgeschnetzeltes. Mittlerweile gehe bei Coop bereits ein Fünftel des Umsatzes mit Burgern auf pflanzlichen Ersatz zurück. Und beim Pouletgeschnetzelten betrage dieser Anteil inzwischen neun Prozent, heisst es in der Mitteilung.

Unterschiede zwischen Stadt und Land sowie den Sprachregionen

Wie die Coop-Umfrage zeigt, betrifft der Trend in erster Linie die urbane Deutschschweiz. Dort seien es besonders oft junge Frauen, die zu den Ersatzprodukten griffen. Am grössten seien die Marktanteile in Zürich.

Am wenigsten gut laufen Fleischersatzprodukte laut der Umfrage in den Bergkantonen Graubünden und Wallis, in Appenzell sowie in der Westschweiz. Wobei auch dort die urbanen Zentren Genf und Lausanne laut Coop eine Ausnahme bilden. In Appenzell sind laut Mitteilung zudem die Milchalternativen besonders beliebt.

Detailhändler als Partner der Veganen Gesellschaft

Der Detailhändler spricht in dem Zusammenhang von «Subsitariern». Diese würden sich von den Flexitariern dadurch unterscheiden, dass sie bei veganen Mahlzeiten anstelle von Fleisch oder Milchprodukten nicht nur Getreide oder Gemüse, sondern die entsprechenden fleisch- und milchlosen Ersatzprodukte wählen.

Coop wolle das vegane Sortiment nun weiter ausbauen, teilt der Detailhandelsriese mit. Zudem tritt er derzeit als Partner der Veganen Gesellschaft Schweiz auf, die den Januar zum «Veganuary» erklärt hat. Mit diesem wollen die Veganer die Bevölkerung ermuntern, herauszufinden wie es ist, einen Monat lang vegan zu leben. Zu den «Veganuary»-Partnern gehören in der Schweiz allerdings auch andere Grossverteiler, so etwa die Migros, Aldi, Lidl, Avec und Denner.