Versicherer Mobiliar nahm mehr Prämien ein, machte aber weniger Gewinn

Die Mobiliar ist im ersten Halbjahr gewachsen und nahm mehr Prämien ein. Dafür erzielte die Gruppe weniger Gewinn. Vor allem die Coronapandemie habe einen hohen Schaden verursacht.

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Der Versicherungskonzern erzielte wegen der Coronapandemie in den ersten sechs Monaten des Jahres weniger Gewinn.

Der Versicherungskonzern erzielte wegen der Coronapandemie in den ersten sechs Monaten des Jahres weniger Gewinn.

Keystone

(dpo) Das Prämienvolumen der Mobiliar erhöhte sich von Januar bis Juni im Vergleich zum Vorjahr um 3,7 Prozent auf 2,85 Milliarden Franken. Dabei stiegen im Nicht-Lebengeschäft die Prämieneinnahmen um 4,1 Prozent und im Lebengeschäft um 1,9 Prozent, wie der Versicherer am Freitag mitteilte.

Dagegen erzielte die Mobiliar mit 198,6 Millionen Franken weniger Gewinn. In der Vorjahresperiode hatte dieser noch 293,3 Millionen betragen. Die über die Epidemie-Versicherung abgedeckten Schäden beliefen sich auf über 300 Millionen Franken. Stark betroffen war auch die Reiseversicherung – mit einer Schadenbelastung von 40 Millionen Franken.

Ohne Katastrophenrückstellung wäre Gewinn tiefer ausgefallen

Um die Auswirkungen der Coronapandemie abzufedern, hat die Mobiliar Rückstellungen in der Höhe von 200 Millionen aufgelöst. Ohne diesen Eingriff hätte die Mobiliar lediglich einen Gewinn von 13 Millionen erzielt.

Weiter teilte die Mobiliar mit, dass sie ihren Kunden bis nächsten Juni bei der Fahrzeug- und Betriebsversicherung eine Prämienreduktion von 10 Prozent anbietet und bei der Reiseversicherung eine Reduktion von 20 Prozent.