Versicherungen
Allianz Suisse hat 2020 wegen Sondereffekten aus Vorjahr weniger Prämien eingenommen

Das Prämienvolumen von Allianz Suisse ist im Geschäftsjahr 2020 leicht gesunken. Dies liege an positiven Sondereffekten aus dem Vorjahr, die nun weggefallen seien.

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Allianz Suisse übersteht das Coronajahr verhältnismässig unbeschadet. (Symbolbild)

Allianz Suisse übersteht das Coronajahr verhältnismässig unbeschadet. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) Die Schweizer Tochter des Münchener Versicherungskonzerns Allianz hat 2020 insgesamt rund 3,7 Milliarden Franken Prämien eingenommen. Damit ging das Gesamt-Prämienvolumen um 5 Prozent gegenüber 2019 leicht zurück, wie Allianz Suisse am Mittwoch schreibt. Der Rückgang sei darauf zurückzuführen, dass Sondereffekte im Vorjahr weggefallen seien. So profitierte Allianz Suisse 2019 noch vom Rückzug der Konkurrentin Axa aus der Vollversicherung.

Schäden durch Corona halten sich in Grenzen

Im Sachgeschäft habe der Versicherer ein leichtes Prämienplus von 0,4 Prozent auf 2,02 Milliarden registriert. Zu diesem Wachstum habe vor allem das Unternehmensgeschäft beigetragen, heisst es. Zudem habe Allianz Suisse die Prämien in der Motorfahrzeugversicherung stabil halten können. Was die Schadenbelastung aus der Coronapandemie anbelangt, halte sich diese für Allianz Suisse in Grenzen, da der Versicherer keine Epidemie- oder Pandemieversicherungen anbiete. Die Schadenquote sei um 0,3 Prozentpunkte auf 67,6 Prozent angestiegen

Die Prämien im Lebengeschäft sind dagegen um 10,8 Prozent auf 1,67 Milliarden gesunken, wie Allianz Suisse schreibt. Insgesamt erzielte der Versicherer einen operativen Gewinn von 115,4 Millionen Franken, was einer Zunahme um 0,9 Prozent gegenüber 2019 entspreche.