Wirtschaftlicher Druck
Nach Überfällen: Post lagert Geldtransporte aus und verkauft Tochterfirma SecurePost

Die Post führt Bargeldtransporte künftig nicht mehr selbst durch. Die Post-Tochter SecurePost wird an die Firma Loomis Schweiz verkauft. Die 450 betroffenen Mitarbeitenden sollen weiter beschäftigt werden.

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Die Post wickelt ihre Geldtransporte künftig über Loomis Schweiz statt über die eigene Tochterfirma ab.

Die Post wickelt ihre Geldtransporte künftig über Loomis Schweiz statt über die eigene Tochterfirma ab.

Keystone

(agl) SecurePost ist eine spezialisierte Einheit, welche die Filialen der Post und der PostFinance mit Bargeld versorgt. Wie die Post am Montag mitteilte, steht die Tochterfirma jedoch bereits seit mehreren Jahren unter wirtschaftlichem Druck. Die Lage habe sich durch Überfälle auf Geldtransporter in der Westschweiz verschlechtert, weil darauf neue regulatorische und versicherungstechnische Auflagen folgten. Weiter belastet werde SecurePost durch die Coronapandemie und deren negative Effekte auf den Bargeldfluss.

Die Post hat sich deshalb entschieden, die Bargeldtransporte künftig von der international tätigen Loomis AG zu beziehen und SecurePost an das Unternehmen zu verkaufen. «Mit der Firma Loomis Schweiz AG hat die Post eine in der Branche etablierte Käuferin gefunden, die alle Mitarbeitenden übernimmt und weiterbeschäftigt», schreibt die Post. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Geschäfte sollen am 1. Mai 2021 übertragen werden. Am Mittwoch starte zudem ein Konsultationsverfahren, bei dem die Mitarbeitenden Stellung nehmen können.

Die SecurePost AG wurde 2003 gegründet. Ihre Dienstleistungen umfassen Wertsachen- und Geldtransporte, Geldverarbeitung und das Bedienen von Geldautomaten. Sie hat zwar keinen Grundversorgungsauftrag, jedoch Post und Postfinance dabei unterstützt, den ihren zu erfüllen.