Wohnen
Trotz Coronapandemie steigen die Angebotsmieten weiter

Das Coronajahr hat dem Mietwohnungsmarkt kaum zugesetzt. Die Angebotsmieten sind nämlich auch 2020 gestiegen. Den stärksten Anstieg verzeichnete dabei ein ländlich geprägter Kanton.

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Gegenüber 2019 sind die Angebotsmieten auch im letzten Coronajahr nochmals weiter angestiegen. (Symbolbild)

Gegenüber 2019 sind die Angebotsmieten auch im letzten Coronajahr nochmals weiter angestiegen. (Symbolbild)

Keystone

(dpo) Die Preise der ausgeschriebenen Mietobjekte sind im vergangenen Jahr um durchschnittlich 0,9 Prozent nach oben geklettert. Dies zeigt der von homegate.ch und der Zürcher Kantonalbank (ZKB) am Montag veröffentlichte Mietindex 2020. Damit sind die Angebotsmieten in der Schweiz auch im Coronajahr gegenüber dem Vorjahr – als diese bereits 0,6 Prozent teurer wurden – nun sogar noch stärker angestiegen.

Zwei Faktoren hätten diesen Anstieg massgeblich beeinflusst, heisst es in einer Mitteilung zum Mietindex 2020. Einerseits die steigende Nettozuwanderung, andererseits die Kurzarbeitsentschädigungen. Letztere hätten dabei die Mieterinnen und Mieter entlastet, heisst es weiter.

Kein Gefälle mehr zwischen Stadt und Land

Gemäss dem Mietindex gab es 2020 demnach kein systematisches Gefälle mehr zwischen städtischen und ländlichen Kantonen. Dies zeige sich etwa daran, dass mit 2,7 Prozent der stärkste Anstieg der Mietpreise im Appenzell erfolgte. An zweiter Stelle folgt der Kanton Genf (+2,6 Prozent) und den dritten Platz teilen sich die Kantone Thurgau und Zug (je +2,5 Prozent).

Homegate.ch und ZKB begründen diese Entwicklung damit, dass die Bauindustrie sich wieder vermehrt auf städtische Regionen konzentriere. Und dass das Arbeiten vom Homeoffice auch zu Ausweicheffekten auf das Land geführt habe.