Zusammen mit Österreich: Sandoz investiert in europäische Produktion von Antibiotika

Die österreichische Regierung und das Schweizer Pharmaunternehmen Sandoz spannen zusammen und investieren 150 Millionen Euro in die Herstellung von Penizillin-Produkten.

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Das Werk in Kundl gehört der Sandoz, einer Tochterfirma der Novartis.

Das Werk in Kundl gehört der Sandoz, einer Tochterfirma der Novartis.

Sandoz

(wap) Der Plan sei ein grossartiges Beispiel für die Zusammenarbeit von Staat und Privatwirtschaft im Interesse der Patienten, sagt Sandoz-CEO Richard Saynor in einer am Montag veröffentlichten Mitteilung. Antibiotika seien das Rückgrat der modernen Medizin. In der westlichen Welt gebe es nur noch eine integrierte Produktionskette für Antibiotika. Deren Zentrum sei das Sandoz-Werk in Kundl im österreichischen Bundesland Tirol.

Dort will Sandoz nun 150 Millionen Euro investieren, um die Fertigstellung von Ausgangsstoffen und fertigen Antibiotika sicherzustellen. Die österreichische Bundesregierung beteilige sich daran mit 50 Millionen Euro, so die Mitteilung. Im Gegenzug verpflichte sich Sandoz auf zehn Jahre, weiterhin Penizillin-Produkte in Europa zu produzieren, ungeachtet des Preiskampfs mit Herstellern aus China.