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Die Schweiz startet gegen Island in die Nations League

In St. Gallen beginnt am Samstag (18.00 Uhr) für die Schweizer Nationalmannschaft die Zukunft mit dem Startspiel in der Nations League gegen Island.
Von Nationalcoach Vladimir Petkovic und seinem Team ist mehr als ein positives Resultat gegen Island gefordert (Bild: KEYSTONE/WALTER BIERI)

Von Nationalcoach Vladimir Petkovic und seinem Team ist mehr als ein positives Resultat gegen Island gefordert (Bild: KEYSTONE/WALTER BIERI)

(sda)

Eine positive Ausstrahlung ist dabei ebenso wichtig wie ein gutes Resultat.

Nach der WM-Endrunde ist für einmal nicht vor der EM-Qualifikation. Die Schweizer Nationalmannschaft startet in St. Gallen mit dem ersten Spiel der neuen Nations League in den nächsten Zyklus. Noch ist schwer abzuschätzen, welcher Stellenwert diesem Wettbewerb zukommen wird. Für Breel Embolo ist es wichtig, «dass es um etwas geht». Jetzt ein Freundschaftsspiel zu absolvieren, wäre «furchtbar trostlos», findet der Stürmer von Schalke.

Der Schweizer Mannschaft kommt gelegen, dass nun ein Pflichttermin ansteht. Es ist die bessere Gelegenheit als ein Testspiel, «um neuen Schwung zu holen nach allem, was passiert ist», wie es Verteidiger Manuel Akanji sagte. «Die Spieler sind mit viel Spirit und Energie eingerückt. Wir wollen nun wieder sportlich relevante Themen in den Mittelpunkt rücken», meinte Granit Xhaka.

Die Spieler sagen unisono, das Sommertheater um Doppeladler und Doppelbürger, um eine leicht enttäuschend verlaufene WM und den Rücktritt von Führungsspieler Valon Behrami habe der Mannschaft keinen Schaden zugefügt. «Es wurden von aussen Dinge über uns erzählt, die ich in Russland so nicht erlebt habe. Von meiner Seite her war es intern eine ganz ruhige und gute WM», sagte Embolo.

Sanfter Umbruch, keine Revolution

Trotzdem steht die SFV-Auswahl gegen Island unter verschärfter und erweiterter Beobachtung. «Die sportlichen Ergebnisse sind weiterhin entscheidend im Fussball. Eine gute Nations League zu spielen, ist elementar», sagte zwar SFV-Präsident Peter Gilliéron. Doch es geht in den nächsten Spielen nicht bloss um gute Resultate. Die Öffentlichkeit will eine positive Ausstrahlung sehen. Man wird hinterher mehr über die Aussenwirkung des Auftretens reden als über eine vergebene Torchance oder einen Abstimmungsfehler in der Abwehr. «Die Mannschaft gehört den Fans. Wir wollen einen Schritt auf sie zumachen», sagte Nationalcoach Vladimir Petkovic.

Vor diesem heiklen atmosphärischen Hintergrund plant Petkovic einen sanften Umbruch, aber keine Revolution. Er will das Team personell modifizieren, ohne die Hierarchien gänzlich über den Haufen zu werfen. Er nahm den Rücktritt von Valon Behrami zur Kenntnis und bot Blerim Dzemaili vorerst nicht mehr auf. Aber er verzichtet nicht auf Captain Stephan Lichtsteiner und auch nicht auf Johan Djourou, der zwar nicht mehr Stammspieler ist, der aber als Routinier und Leitwolf der frankophonen Fraktion wichtig ist für das Gerüst.

Die meisten «Alten» sind noch dabei, neue «Junge» aber mit an Board. Doch um sowohl intern wie auch gegen aussen keine falschen Erwartungen zu schüren, wog Petkovic seine Worte genau ab, als er zum Beispiel über die Rollen von neuen Spielern wie Kevin Mbabu, Djibril Sow und Albian Ajeti oder über die Rückkehr von Edimilson Fernandes sprach. «Sie haben die Möglichkeit, die Nähe der Mannschaft zu spüren und zu schauen, wie es bei uns läuft.» Es ist nicht so, dass Petkovic diese Spieler schon zum Stamm zählt und ihnen viel Verantwortung übertragen will.

«Jeder bekommt seine Chance»

Aber er signalisierte, dass die Leistungen im Klub registriert und honoriert werden. Der 23-jährige YB-Verteidiger Mbabu und sein 21-jähriger Teamkollege Sow wurden Schweizer Meister und schafften die Qualifikation für die Champions League. Der 21-jährige Basel-Stürmer Ajeti wurde Torschützenkönig in der Super League. Der 22-jährige Fiorentina-Mittelfeldspieler Fernandes hat in der Serie A auf Anhieb einen Stammplatz erobert. «Man braucht sich um die Zukunft der Schweizer Nationalmannschaft keine Sorgen zu machen. Diese Spieler sind viel weiter, als wir es im gleichen Alter waren», sagte Admir Mehmedi.

Mehmedi ist einer von acht Spielern im Schweizer Aufgebot, die an der WM in Russland nicht dabei waren. Der 30-jährige Verteidiger Timm Klose ist ein anderer. Für ihn ist es sogar eine Rückkehr nach über einem Jahr. «Die Türen sind immer für alle offen», pflegt Petkovic zu sagen. Die Personalie Klose beweist: Der Coach lässt den Worten auch Taten folgen.

«Der Trainer setzt ein Zeichen, dass in der Schweizer Nationalmannschaft ein grosser Konkurrenzkampf herrscht, und dass jeder seine Chance bekommt», sagte Remo Freuler. Die Signale sind intern erkannt und positiv aufgenommen worden. Der nächste Schritt muss nun sein, positive Signale nach aussen zu senden. Dann kann die Zukunft ohne Ballast aus dem komplizierten WM-Sommer beginnen. Die erste Gelegenheit dazu hat die Schweizer Mannschaft am Samstag gegen Island.

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