Fünf Filmpreis-Nominationen für «Wolkenbruch»

Die Traumstory geht weiter: «Wolkenbruch», der erfolgreichste Schweizer Film 2018, ist fünf Mal für den Schweizer Filmpreis nominiert. Dies erfuhren dessen Macher am Mittwochabend an den Solothurner Filmtagen.

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Regisseur Michael Steiner, Hauptdarsteller Joel Basman und Drehbuchautor Thomas Meyer (v.l.n.r.) dürfen sich weiterhin nichts als freuen: Rund drei Monate nach der Premiere am 14. Zurich Film Festival ist ihr Film «Wolkenbruch» fünf Mal für den Schweizer Filmpreis nominiert. (Bild: Keystone/ENNIO LEANZA)

Regisseur Michael Steiner, Hauptdarsteller Joel Basman und Drehbuchautor Thomas Meyer (v.l.n.r.) dürfen sich weiterhin nichts als freuen: Rund drei Monate nach der Premiere am 14. Zurich Film Festival ist ihr Film «Wolkenbruch» fünf Mal für den Schweizer Filmpreis nominiert. (Bild: Keystone/ENNIO LEANZA)

(sda)

Die Komödie von Michael Steiner, die am 14. Zurich Film Festival eine fulminante Premiere feierte und bis Ende 2018 zum Kassenschlager aufstieg, hat gute Chancen, nun auch noch den Schweizer Filmpreis in den Kategorien «Bester Spielfilm» und «Bestes Drehbuch» zu gewinnen.

Weitere Nominationen regnete es unter den Darstellerinnen und Darstellern. Joel Basman, der den schwer verliebten jüdischen Studenten Motti spielt, darf in der Sparte «Bester Darsteller» auf einen Preis hoffen. Seine Kolleginnen Sunnyi Melles (Frau Silberzweig) und Noémie Schmidt (Laura) sind in der Kategorie «Beste Darstellung in einer Nebenrolle» nominiert.

Nur knapp hinter «Wolkenbruch» reiht sich «Der Unschuldige» von Simon Jaquemet mit vier Nominationen in die Liste der Hoffnungsträger ein. Der Spielfilm über eine Frau, deren wegen Mordes verurteilter Ex-Freund nach zwanzig Jahren Gefängnis frei kommt, ist in den Kategorien «Bester Spielfilm», «Bestes Drehbuch», «Beste Kamera» und «Beste Darstellerin» für einen Quartz nominiert.

«Zwingli» und «Läufer» je doppelt nominiert

Besonders spannend wird das Rennen zwischen den Dokumentarfilmen «Chris the Swiss» von Anja Kofmel, «Eldorado» von Markus Imhoof und «#Female Pleasure» von Barbara Miller. Alle drei sind sowohl in der Kategorie «Bester Dokumentarfilme» wie auch «Beste Filmmusik» nominiert. Um die «Beste Montage» buhlen «Chris the Swiss» und «#Female Pleasure» dann auch noch Seite an Seite, während «Eldorado» stattdessen für die «Beste Kamera» nominiert ist.

«Der Läufer» von Hannes Baumgartner hat letztes Jahr, «Zwingli» von Stefan Haupt seit Anfang Jahr für viel Gesprächsstoff gesorgt. Nominiert sind die beiden Filme, die auf wahren Begebenheiten beruhen, aber je nur zweimal - «Zwingli» für die herausragenden Leistungen seiner Hauptdarsteller (Sarah Sophia Meyer als Anna, Max Simonischek als Zwingli) und «Der Läufer» in den Kategorien «Bester Hauptdarsteller» und «Bester Spielfilm».

Erst vor wenigen Tagen hat «Bonobo» von Zoel Aeschbacher an den Solothurner Filmtagen den mit 15'000 Franken dotierten Förderpreis Suissimage/SSA abgeräumt. Nun ist der Kurzfilm auch für den Schweizer Filmpreis nominiert. In derselben Sparte dürfen auch Corina Schwingruber Ilić ("All Inclusive»), Katia Scarton-Kim ("Bacha Posh»), Flurin Giger ("Schächer») und Lora Mure-Ravaud ("Valet Noir»), Trägerin des diesjährigen «Upcoming»-Nachwuchspreises, auf eine Auszeichnung hoffen.

Das Rennen um den Schweizer Filmpreis wird jeweils am Vorabend des Abschlusses der Solothurner Filmtage an der «Nacht der Nominationen» von der Schweizer Filmakademie eröffnet. Die Namen der Nominierten werden in einem feierlichen Akt und in Anwesenheit zahlreicher Filmschaffender verkündet. Die Quartz-Übergaben finden am 22. März zum 22. Mal statt - nach Zürich ist dieses Jahr wieder Genf als Durchführungsort an der Reihe.