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Luzerner Designtage:
Grosse Schau zum Jubiläum

Die Messe Design-Schenken (30. November bis 2. Dezember, Viscosistadt Emmenbrücke) präsentiert sich bei der 10. Auflage so bunt und facettenreich wie noch nie. Auch Zentralschweizer Handwerkskunst ist zu entdecken. Wir stellen vier Beispiele vor und verlosen 25x 2 Tickets.
Larissa Haas

Die Luzerner Designtage gingen 2017 erstmals in der Viscosistadt in Emmenbrücke über die Bühne. Mit Erfolg, denn auch dieses Jahr wird im ehemaligen Industrieareal (erreichbar mit S-Bahn, Bus, Auto oder Velo sowie Shuttleservice) Schweizer Handwerkskunst ausgestellt. Zum 10-Jahr-Jubiläum umfangreicher denn je: Über 100 Labels aus den Bereichen Mode, Schmuck, Taschen, Wohnaccessoires, Keramik, Möbel, Leuchten und technische Geräte präsentieren am nächsten Wochenende ihre Objekte. Sie gewähren Einblick in die Entstehung ihrer Produkte und geben Ideen für schöne Geschenke. Öffnungszeiten: Freitag 14-20 Uhr, Samstag, 10-18 Uhr, Sonntag, 10-17 Uhr. www.designschenken.ch

Luzerner Designtage: 25x 2 Tickets zu gewinnen

So sind Sie dabei: Wählen Sie heute bis 24 Uhr die Telefonnummer
0901 83 30 23 (1.50 CHF pro Anruf) oder nehmen Sie unter www.luzernerzeitung.ch/wettbewerbe an der Verlosung teil. Die Gewinner werden informiert, die gewonnenen Tickets sind dann an der Tageskasse hinterlegt.


Fabelhaft unkonventionell: Aline Brun in ihrem Nähatelier in Sursee. (Bild: Manuela Jans (22. November 2018))

Fabelhaft unkonventionell: Aline Brun in ihrem Nähatelier in Sursee. (Bild: Manuela Jans (22. November 2018))

Spielerische Entdeckungsreise

Müsste Aline Brun ihr Handwerk beschreiben, würde sie es mit «einer Pflanze, die langsam gedeiht und immer grösser wird» vergleichen. Die gelernte Wohntextilgestalterin und Textildesignerin kreiert im Nähatelier in Sursee mit ihrem Team ihre eigenen Kissenkollektionen und Konfektionen auf Mass aus hochwertigen Naturmaterialien. Inspirationen holt sie sich von «schönen und spannenden Dingen» aus ihrem Alltag; von Gegenständen, denen sie etwa auf Spaziergängen, auf Reisen oder beim Lesen von Magazinen begegnet.

In «einem grossen Sammelsurium» kommen diese Alltagsobjekte zusammen, um danach in ihren Kollektionen wieder aufzutauchen: «Ich experimentiere gern mit verschiedensten Farben und Formen, dies macht meine Kreationen vielleicht etwas abgefahren, doch sie sollen vor allem eines: dem Betrachter Freude bereiten.»

Tatsächlich sind die Gestaltungsideen der 34-Jährigen fabelhaft unkonventionell, doch sie weiss diese Iden mit gekonntem Handwerk und Liebe zum Detail umzusetzen. So entstehen verspielte, manchmal poetische oder verträumte Kollektionen, die einen mitreissen, in eine Welt voller Fantasie und freudiger Überraschungen. www.alinebrun.ch


Alles von Hand: Pirmin Steiner (l.) und Beni Annen von Balts in Ried-Muotathal. (Bild: Nadia Schärli (20.11.2018))

Alles von Hand: Pirmin Steiner (l.) und Beni Annen von Balts in Ried-Muotathal. (Bild: Nadia Schärli (20.11.2018))

Traditionshandwerk neu interpretiert

Hinter der Balts-Werkstatt in Muotathal-Ried stehen der Holzbildhauer und Schreiner Beni Annnen (43), seine Schwester Monika Annen (45; dipl. Architektin ETH) sowie der Bauführer SBA Pirmin Steiner (39). Für das Trio hat alles mit Auftragsproduktionen und -installationen grosser Kunstprojekte begonnen. «Schon bald merkten wir, dass wir daraus mehr machen können. Wir wollten etwas Handfestes mit eigenem Namen», erklärt Monika (sie war beim Fototermin verhindert). Ausgefallene Materialien wie Papier, Gips, Beton und Ton werden seither in der Manufaktur zu Möbeln und Wohnaccessoires verarbeitet.

Spannend ist der Herstellungsprozess: Statt viel Zeit mit Zeichnen von Designs zu verbringen, entstehen die minimalistischen Objekte unmittelbar durch den Prozess des Machens. «Ja, wir sind richtige Handwerker», sagt Monika über sich und ihre beiden Werkstattpartner.

Ihre Produkte haben so einen spezifischen Werkstattcharakter, der gerade durch seine «Unperfektheit» strahlt: «Wir arbeiten nicht mit neusten Technologien, sondern machen alles von Hand. So können auch Abwegigkeiten entstehen, die das Produkt dann aber einzigartig und individuell machen.» www.balts.ch


Zaubert Bilder auf Betonwürfel: Christoph Arnold aus Altdorf. (Bild: Pius Amrein (21. November 2018))

Zaubert Bilder auf Betonwürfel: Christoph Arnold aus Altdorf. (Bild: Pius Amrein (21. November 2018))

Im Bild mit Beton

Die Geschichte von Christoph Arnolds Handwerk beginnt in Tansania. Dort, wo der heute 34-jährige in «einfachen Verhältnissen» aufgewachsen ist. Als Kind habe er oft mit Naturmaterialien gespielt – diese Faszination liess ihn bis heute nicht mehr los.

Arnold, im Hauptberuf Sekundarlehrer, fertigt Betonwürfel, die er mit Bildern personalisiert. «Ich sehe den tristen, grauen Beton mit anderen Augen, nämlich als ein Material mit Gestaltungsspielraum», sagt er. So kreiert er mit komplexen Berechnungen und viel Raffinesse ein innovatives Produkt, dessen Entstehung aber auf authentischen Materialien und Methoden beruht: «Bei der Herstellung gehe ich gleich vor wie ein Bauarbeiter auf dem Hochbau.»

Der Clou seiner Betonwürfel liegt daher in einem nächsten Produktionsschritt, dem Bedrucken des Betons: «Ich gebe bei meiner Produktion vieles preis, nicht aber, wie das Foto auf den Beton kommt», lacht Arnold. Da beginnt nun das Spiel zwischen einem modernen, schweren Material wie Beton und alten, filigranen Erinnerungen in Form von Bildern. Zwei Gegensätze gehen in diesem Wohnaccessoire eine Verbindung ein, die wohl manchen ziemlich überraschen wird. www.beton-en.ch


Ästhetische Formen: die Luzerner Keramikerin Yvonne Bättig Bachmann. (Bild: Corinne Glanzmann (16.11.2018)).

Ästhetische Formen: die Luzerner Keramikerin Yvonne Bättig Bachmann. (Bild: Corinne Glanzmann (16.11.2018)).

Edle Alltagshelfer

Kurz nach der Töpferlehre machte sich Yvonne Bättig Bachmann (48) selbstständig, um ihr eigenes Gespür für ästhetische Formen und Materialien zu entwickeln. Heute fertigt die zweifache Mutter, die unweit ihres Ateliers in der Luzerner Neustadt aufgewachsen ist, hochwertige Porzellanprodukte für den Alltag, unter anderem Teebecher, Salzdosen, Früchteschalen oder formschöne Olivenölflaschen.

Mal strahlen ihre Objekte einzig dank ihrer Formschönheit, mal werden sie mit sorgfältigen Farbtupfern ergänzt oder gar mit Gold- oder Platinrändchen veredelt. «Ich habe mich nie als traditionelle Keramikerin gesehen», sagt Yvonne Bättig, ihre Produkte seien schlichter und dadurch, dass sie diese aus Porzellan herstellt, strahlend und edel.

Als Inspirationsquelle dienen die persönlichen Bedürfnisse ihres Alltags: «Ich bin leidenschaftliche Teetrinkerin, jedoch fehlten in meinem Haushalt Teebecher mit grossem Fassungsvermögen. Also setzte ich mich diesen Sommer in ein Café und begann zu zeichnen.» Ihr erster Entwurf liegt noch heute auf einem Regal im Atelier; nebenan stehen die fertigen Teebecher, die sie am Wochenende auch in der Viscosistadt präsentieren wird. www.yvonnebättigkeramik.ch

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