Ruag-Chef Urs Breitmeier verlässt Konzern nach Aufspaltung

Der langjährige Ruag-Chef Urs Breitmeier verlässt den Rüstungskonzern nach der zum Jahresbeginn erfolgten Aufspaltung. Urs Kiener, derzeit Finanzchef von Ruag International, übernimmt die Konzernleitung per sofort, bis eine geeignete Nachfolge feststeht.

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Urs Breitmeier gibt die Leitung des Rüstungs- und Technologiekonzerns Ruag ab. Er war 18 Jahre lang in leitenden Positionen bei Ruag tätig.

Urs Breitmeier gibt die Leitung des Rüstungs- und Technologiekonzerns Ruag ab. Er war 18 Jahre lang in leitenden Positionen bei Ruag tätig.

KEYSTONE/WALTER BIERI
(sda/awp)

Der Verwaltungsrat und Breitmeier hätten sich in «gegenseitigem Einvernehmen getrennt», teilte Ruag am Dienstag mit. Breitmeier war 18 Jahre lang in leitenden Positionen bei Ruag tätig, die letzten sieben Jahre als CEO.

CFO Kiener sei mit dem Geschäft von Ruag bestens vertraut, heisst es weiter. Er bringe 20 Jahre Expertise als Finanzchef mit und habe zweieinhalb Jahre die Flugzeugkabinen-Division Aerostructures operativ geführt. Der Wechsel an der Konzernspitze habe keinen Einfluss auf die Entflechtung und die neue strategische Ausrichtung, betonte das Unternehmen.

Der Bundesrat hatte im März 2019 die Entflechtung des für die Armee tätigen Bereichs von Ruag genehmigt. Ruag International soll zu einem Aerospace-Technologiekonzern weiterentwickelt und mittelfristig vollständig privatisiert werden. Seit Jahresbeginn bestehen unter der Beteiligungsgesellschaft BGRB Holding AG mit MRO Schweiz und RUAG International zwei neue Subholdings.