Starkes Resultat für WM-Debütantin Andrea Ellenberger

WM-Debütantin Andrea Ellenberger, die über einen extrem grossen Durchhaltewillen verfügende Nidwaldnerin ohne Swiss-Ski-Kaderstatus, sorgt im Riesenslalom in Are für das beste Schweizer Resultat.

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Andrea Ellenberger während des ersten Laufs in Are (Bild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

Andrea Ellenberger während des ersten Laufs in Are (Bild: KEYSTONE/JEAN-CHRISTOPHE BOTT)

(sda)

Ellenberger verbesserte sich im Finaldurchgang unter Flutlicht dank ihrer Risikobereitschaft und trotz eines Fehlers noch um acht Positionen in den 10. Rang. So gut war die 25-jährige Hergiswilerin in ihren bislang erst elf Weltcup-Rennen noch nie klassiert gewesen.

Rund 20'000 Franken kostete letzten Sommer der lange Südamerika-Aufenthalt, den Ellenberger auf sich nahm, um dem Winter zu folgen und Rennen fahren zu können. Dies tat sie mit solchem Erfolg, dass auch der Verband wieder aufmerksam wurde auf sie, die im Frühjahr 2016 aus den Kadern geflogene Athletin. Die Innerschweizerin nahm zudem selbst Kontakt auf mit Cheftrainer Beat Tschuor, um zu erfahren, was sie leisten müsse, um wieder ins Team zurückzukommen. So durfte Ellenberger nach der Rückkehr aus Argentinien einen Tag mit den Europacup-Fahrerinnen trainieren, danach folgten aufgrund der guten Leistungen umgehend Einheiten mit dem Weltcup-Team und schliesslich das Aufgebot für den Saisonauftakt in Sölden. «Die Türen von Swiss-Ski standen mir offen, und ich wurde gut aufgenommen», so Ellenberger.

Ab April wieder Kader-Status

Nach zwei Kreuzbandrissen und einer Rückenoperation, bei welcher ein Rückenwirbel versteift wurde, spielt die Gesundheit bei Ellenberger wieder mit. Im kommenden April, das garantieren die bisherigen Resultate, wird sie auch wieder Aufnahme (wohl) ins B-Kader von Swiss-Ski finden. Das wird aber keineswegs dazu führen, dass sich die Nidwaldnerin zurücklehnen wird. Sie habe klar Ambitionen auf mehr, so die WM-Zehnte im Riesenslalom, «schliesslich ist der Abstand nach vorne recht gross (2,42 Sekunden - Red.) und sind immer noch neun Fahrerinnen vor mir klassiert».

Weniger gut lief es den zwei weiteren im Einsatz stehenden Schweizerinnen. Wendy Holdener lag als Zehnte schon nach dem ersten Lauf 1,75 Sekunden zurück. Am Abend fiel die Doppel-Weltmeisterin von Are gar noch um weitere fünf Positionen in den 15. Rang zurück. Für Lara Gut-Behrami resultierte in ihrer schwächsten Disziplin nur der 21. Platz.