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Afghanische Regierung hofft auf baldige Gespräche mit Taliban

In die Friedensverhandlungen in Afghanistan kommt offenbar Bewegung. Die Regierung bereite sich auf direkte Gespräche mit den radikalislamischen Taliban vor, sagte der afghanische Minister und Chefunterhändler Abdul Salam Rahimi am Samstag.
Der US-Sonderbeauftragte für Afghanistan, Zalmay Khalilzad, hält sich zurzeit in Kabul auf. Er will in der kommenden Woche zu einer neuen Gesprächsrunde mit den Taliban in die katarische Hauptstadt Doha reisen. (Bild: KEYSTONE/AP/JACQUELYN MARTIN)

Der US-Sonderbeauftragte für Afghanistan, Zalmay Khalilzad, hält sich zurzeit in Kabul auf. Er will in der kommenden Woche zu einer neuen Gesprächsrunde mit den Taliban in die katarische Hauptstadt Doha reisen. (Bild: KEYSTONE/AP/JACQUELYN MARTIN)

(sda/afp/dpa)

«Wir hoffen, dass in den kommenden zwei Wochen ein erstes Treffen in in einem europäischen Land stattfindet.» Die Regierung werde eine 15-köpfige Delegation zu den Gesprächen entsenden.

Wie die Nachrichtenagentur AFP aus Diplomatenkreisen erfuhr, könnten die Verhandlungen am 7. August in der norwegischen Hauptstadt Oslo beginnen. Die Taliban äusserten sich demnach noch nicht zu den Plänen. Die Islamistengruppe hatte bislang direkte Verhandlungen mit der Regierung in Kabul ausgeschlossen.

Der US-Sonderbeauftragte für Afghanistan, Zalmay Khalilzad, hält sich derzeit in Kabul auf und will in der kommenden Woche zu einer neuen Gesprächsrunde mit den Taliban in die katarische Hauptstadt Doha reisen.

Seit Juli 2018 führen die USA direkte Gespräche mit hochrangigen Vertretern der Taliban. Dabei geht es vor allem um Truppenabzüge sowie um die Forderung der USA nach Garantien, dass von Afghanistan aus keine Terroranschläge mehr geplant werden. Einen Waffenstillstand lehnen die Taliban weiter ab. Sie glauben, militärische Gewinne könnten ihre Verhandlungsposition stärken.

Die USA, die vor fast 18 Jahren in Afghanistan einmarschiert waren, wollen bis Anfang September eine Friedensvereinbarung mit den Taliban erzielen.

Zehn Polizisten getötet

Die Gewalt in Afghanistan dauert jedoch ungeachtet laufender Gespräche zur politischen Befriedung des langjährigen Konflikts an. Talibankämpfer töteten bei Überfällen auf Kontrollposten mindestens zehn Polizisten. Mindestens neun weitere seien bei den Angriffen in der zentralafghanischen Provinz Daikundi verwundet worden, teilten zwei Provinzratsmitglieder am Samstag mit.

Der Distrikt Kedschran, in dem die Angriffe stattfanden, steht zwar unter Kontrolle der afghanischen Regierung. Doch die Taliban kämen aus der benachbarten südlichen Provinz Helmand und griffen gelegentlich an, sagten die Ratsmitglieder.

Die Aufständischen erklärten sich am Samstag auch verantwortlich für einen Selbstmordanschlag mit vier Toten in der südöstlichen Provinz Gasni. 20 Menschen seien durch die Explosion einer Autobombe im Bezirk Ab Band verletzt worden, sagten Mitglieder des Provinzrates. Der Attentäter hatte es demnach auf ein Regierungsgebäude abgesehen, das völlig zerstört worden sei.

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