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Aktivistinnen stören Auftritt von rechter spanischer Partei Vox

Nackter Protest gegen Rechts kurz vor der Parlamentswahl in Spanien: Aktivistinnen der Organisation Femen haben den letzten Wahlkampfauftritt der rechtsradikalen Partei Vox vor der Wahl am Sonntag gestört.
Nackter Protest einer Femen-Aktivistin gegen die rechtsradikale Partei Vox kurz vor der Parlamentswahl in Spanien. (Bild: KEYSTONE/AP/BERNAT ARMANGUE)

Nackter Protest einer Femen-Aktivistin gegen die rechtsradikale Partei Vox kurz vor der Parlamentswahl in Spanien. (Bild: KEYSTONE/AP/BERNAT ARMANGUE)

(sda/afp)

Vor der Ankunft von Parteichef Santiago Abascal gelangten drei der halbnackten Aktivistinnen am Freitag auf die Bühne in der Hauptstadt Madrid und skandierten: «Es ist nicht Patriotismus, es ist Faschismus.» Die Vox-Partei wird Umfragen zufolge am Sonntag erstmals ins spanische Parlament einziehen.

Der Slogan stand auch auf den nackten Oberkörpern der Frauen, ebenso wie der historische Anti-Franco-Wahlspruch «No pasarán!» (etwa: Sie werden nicht durchkommen) aus dem spanischen Bürgerkrieg. Unter Buh-Rufen von Vox-Anhängern wurden die Aktivistinnen festgenommen und abgeführt.

Aktivistinnen der in der Ukraine gegründeten feministischen Gruppe Femen erregen immer wieder mit barbusigen Protesten in verschiedenen Ländern Aufsehen.

Seit dem Tod von Diktator Francisco Franco im Jahr 1975 war Spanien lange eines der wenigen europäischen Länder ohne eine nennenswerte weit rechts stehende Partei. Doch bei den Wahlen am Sonntag dürfte die Vox-Partei, die gegen Einwanderer Stimmung macht, Umfragen zufolge ins Parlament gewählt werden. Demnach könnte sie auf 30 der 350 Parlamentssitze kommen.

Noch vor einem Jahr existierte die Partei in Meinungsumfragen praktisch nicht, bei den andalusischen Regionalwahlen im Dezember betrat sie dann mit fast elf Prozent der Stimmen die politische Bühne. Mit ihrer Unterstützung übernahmen die konservative Volkspartei (PP) und das Mitte-rechts-Bündnis Ciudadanos in Andalusien - traditionell eine Hochburg der Sozialisten - die Macht.

Warnung vor Rechtsruck

Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez warnte am Freitag vor einem Rechtsruck bei der Parlamentswahl. In einem Interview sprach er von einem «echten, wirklichen Risiko», dass Vox deutlich besser abschneiden könnte als es die Umfragen derzeit vorhersagen.

Derzeit stehen die Zeichen auf einen Sieg für Sánchez, wenn auch ohne eigene Mehrheit für die von ihm angeführten Sozialisten. Umfragen sehen die ultrarechte Partei Vox in Spanien derzeit auf Platz fünf in der Wählergunst - das würde für sie erstmals den Einzug ins nationale Parlament bedeuten.

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