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Amtsinhaber Mutharika gewinnt Präsidentenwahl in Malawi knapp

Malawis Staatschef Peter Mutharika hat sich bei der Präsidentenwahl knapp eine zweite Amtszeit gesichert. Auf den 78-Jährigen entfielen 38,6 Prozent der Stimmen, auf Oppositionsführer Lazarus Chakwera 35,4 Prozent, wie die Wahlkommission am Montag mitteilte.
Malawis alter und neuer Präsident Peter Mutharika (hier bei der Stimmabgabe) hat sich knapp eine zweite Amtszeit gesichert. (Bild: KEYSTONE/AP/THOKO CHIKONDI)

Malawis alter und neuer Präsident Peter Mutharika (hier bei der Stimmabgabe) hat sich knapp eine zweite Amtszeit gesichert. (Bild: KEYSTONE/AP/THOKO CHIKONDI)

(sda/dpa)

Die Veröffentlichung der Ergebnisse der Wahl vom vergangenen Dienstag hatte sich wegen Beschwerden der Opposition verzögert.

Malawi mit seinen rund 17 Millionen Einwohnern ist einem Uno-Index zufolge eines der 20 ärmsten Länder der Welt. Dennoch hatten EU-Wahlbeobachter von einer gut organisierten Abstimmung gesprochen. Sie kritisierten jedoch, dass staatliche Mittel für den Wahlkampf missbraucht worden seien und Mutharikas Partei daher im Vorteil gewesen sei.

Bei der Präsidentenwahl waren sieben Kandidaten angetreten. Die rund sieben Millionen Wahlberechtigten stimmten auch über ein neues Parlament und Regionalvertretungen ab.

Korruption und Aberglaube

Mutharika regiert das Land im Südosten Afrikas seit 2014. Seiner Regierung wurde vorgeworfen, nicht ausreichend gegen Korruption und die Tötung von Menschen mit Albinismus vorgegangen zu sein. Wie in vielen afrikanischen Ländern herrscht in Malawi der Aberglaube, dass die hellen Haare, die Haut und Körperteile von Menschen mit der Pigmentstörung magische Kräfte besässen. Etliche wurden Opfer von Gewalt.

Die Wirtschaft ist stark abhängig von der Landwirtschaft und der Weltbank zufolge sehr «anfällig für externe Schocks» - wie etwa Wetterkatastrophen. Das zeigte sich Mitte März: Der tropische Wirbelsturm «Idai» zog über Mosambik und richtete auch im Süden Malawis grosse Verwüstungen an. Nach Angaben des Uno-Nothilfebüros waren fast 870'000 Menschen betroffen, 87'000 Menschen mussten ihr Zuhause verlassen.

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