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Armut in Süditalien nimmt weiter zu

In Italien und auch in der EU wächst die Sorge wegen der zunehmenden Armut in Süditalien. In Kampanien, der Region mit Neapel, und auf Sizilien sind über 40 Prozent der Bevölkerung armutsgefährdet.
Die historische Stadt Ragusa auf Sizilien gehört zum Unesco-Welterbe. Heute wächst jedoch die Sorge wegen der zunehmenden Armut in Süditalien. Die EU fordert mehr öffentliche Investitionen in der Region. (Bild: KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE)

Die historische Stadt Ragusa auf Sizilien gehört zum Unesco-Welterbe. Heute wächst jedoch die Sorge wegen der zunehmenden Armut in Süditalien. Die EU fordert mehr öffentliche Investitionen in der Region. (Bild: KEYSTONE/ALESSANDRO DELLA VALLE)

(sda/apa)

Dies bedeutet, dass ihr Einkommen auch mit staatlichen sozialen Stützungsmassnahmen um 60 Prozent unter dem gesamtstaatlichen Durchschnitt liegt. Es handelt sich um das höchste Niveau in der ganzen EU.

Wie aus Angaben des Europäischen Statistischen Amts Eurostat hervorgeht, liegt der Prozentsatz der armutsgefährdeten Bevölkerung in Kampanien bei 41,4 Prozent, 2017 waren es noch 34,0 Prozent. Auf Sizilien sind es 40,7 Prozent.

Die EU-Kommission schickte diese Woche einen Brief an die italienische Regierung und kritisierte dabei unzulängliche öffentliche Investitionen im Süden des Landes. Sollte kein angemessenes Niveau an öffentlichen Investitionen im Mezzogiorno erreicht werden, drohe Italien eine Kürzung der Kohäsionsgelder, hiess es in dem Schreiben.

Im Brief beklagte die EU-Kommission, dass die Investitionen in Süditalien stark gesunken seien und die von den Kohäsionsregeln vorgesehenen Standards nicht respektiert würden, hiess es im Schreiben des Generaldirektors für regionale Politik der EU-Kommission, Marc Lemaître.

Laut einer Einigung zwischen Italien und der EU müssten die öffentlichen Investitionen in Süditalien im Zeitraum 2014-2017 0,45 Prozent des Bruttoinlandprodukts (BIP) der jeweils betroffenen Region betragen. Italien habe in Süditalien jedoch lediglich 0,38 Prozent des BIP investiert.

Die EU-Kommission will jetzt mit Italien darüber diskutieren, wie ein korrektes Investitionsniveau für den Zeitraum bis 2022 erreicht werden könne, hiess es.

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