Athen dehnt Hoheitsgewässer aus - Mitsotakis zu Dialog bereit

Griechenland hat seine Hoheitsgewässer von bislang sechs auf zwölf Seemeilen ausgedehnt.

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Kyriakos Mitsotakis, Ministerpräsident von Griechenland, sagt, sein Land plane, das Recht auszuüben, die Hoheitsgewässer entlang seiner Westküste von sechs auf 12 Seemeilen zu erweitern. Foto: Thanassis Stavrakis/AP/dpa

Kyriakos Mitsotakis, Ministerpräsident von Griechenland, sagt, sein Land plane, das Recht auszuüben, die Hoheitsgewässer entlang seiner Westküste von sechs auf 12 Seemeilen zu erweitern. Foto: Thanassis Stavrakis/AP/dpa

Keystone/AP/Thanassis Stavrakis
(sda/dpa)

Dies gelte jedoch nur für das Seegebiet im Westen des Landes (Ionisches Meer), teilte der griechische Regierungschef Kyriakos Mitsotakis am Mittwoch im Parlament mit. Gleichzeitig kündigte Mitsotakis an, dass Athen zu einem Dialog mit der Türkei über die Festlegung des Festlandsockels sowie der Ausschliesslichen Wirtschaftszone (AWZ) in der Ägäis und im östlichen Mittelmeer bereit sei. «Die Provokationen stoppen, der Dialog beginnt», gab Mitsotakis im Parlament als Motto zur Überwindung der Streitigkeiten aus.

Athen versucht mit der begrenzten Ausdehnung seiner Hoheitsgewässer nur im Westen Ankara nicht zu provozieren. Das türkische Parlament hatte im Jahr 1995 eine Ausdehnung der griechischen Hoheitsgewässer in der Ägäis als Kriegsgrund für die Türkei erklärt. Sollte Griechenland seine Hoheitsgewässer in der Ägäis ausdehnen, würde dieses Meer wegen der zahlreichen griechischen Inseln quasi zu einem griechischen See.