Grossbritannien

Aus Tate-Modern-Gebäude geworfenes Kind macht kleine Fortschritte

Der Junge, den ein psychisch kranker Brite vor gut einem Jahr aus dem zehnten Stock des Londoner Museums Tate Modern geworfen hatte, kann sich inzwischen mit Gehhilfen wieder ein wenig fortbewegen.

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ARCHIV - Einsatzwagen im August 2019 vor dem Tate Modern Museum in London. Foto: Yui Mok/PA Wire/dpa

ARCHIV - Einsatzwagen im August 2019 vor dem Tate Modern Museum in London. Foto: Yui Mok/PA Wire/dpa

Keystone/PA Wire/Yui Mok
(sda/dpa)

Das Kind habe inzwischen auch weniger Schmerzen und versuche zu singen, berichteten seine Eltern. Die Erinnerung ihres Sohnes sei aber stark in Mitleidenschaft gezogen. So wisse er auch nicht, was im Alter von sechs Jahren mit ihm in London geschehen sei.

Der damals 17-jährige Täter hatte den Jungen im August 2019 von einer Aussichtsplattform des Museums gestürzt. Das Kind, ein Zufallsopfer, überlebte den 30-Meter-Sturz mit schwersten Verletzungen. Der Junge erlitt Knochenbrüche an der Wirbelsäule, den Armen und Beinen sowie eine Gehirnblutung. Seine Eltern berichten auf einer Spendenseite regelmässig von kleinen Fortschritten bei der Genesung.

Der Täter, der wegen versuchten Mordes zu 15 Jahren Gefängnis verurteilt worden war, hatte als Motiv angegeben, dass er in den Fernsehnachrichten vorkommen wollte. Der Jugendliche, bei dem Ärzte als Kind Autismus diagnostiziert hatten, war als gewalttätig bekannt. Zum Zeitpunkt der Tat waren Tausende Besucher in der Tate Modern, einem der weltweit grössten Museen für zeitgenössische Kunst.