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Baby-Boom bei bedrohter Papageienart in Neuseeland

Die dicksten Papageien der Welt, die vom Aussterben bedrohten neuseeländischen Kakapos, haben in diesem Jahr eine Rekord-Brutsaison erlebt - und profitieren dabei möglicherweise vom Klimawandel.
Für einmal ist der Klimawandel auch für etwas gut: Dank der Wärme ist bei den vom Aussterben bedrohten Kakapo-Papageien der Baby-Boom ausgebrochen. (Foto New Zealand Department of Conservation) (Bild: New Zealand Department of Conservation)

Für einmal ist der Klimawandel auch für etwas gut: Dank der Wärme ist bei den vom Aussterben bedrohten Kakapo-Papageien der Baby-Boom ausgebrochen. (Foto New Zealand Department of Conservation) (Bild: New Zealand Department of Conservation)

(sda/afp)

Die nur 50 ausgewachsenen Kakapo-Weibchen legten 249 Eier, aus denen bisher 89 Küken schlüpften - mehr als doppelt so viel wie in der letzten Brutsaison, berichtete der Wissenschafter Andrew Digby am Donnerstag der Nachrichtenagentur AFP. Er gehe davon aus, dass 75 der Küken bis ins Erwachsenen-Alter überleben.

Insgesamt gibt es derzeit nur 147 ausgewachsene Kakapos. Die extrem seltenen flugunfähigen Vögel leben ausschliesslich auf vier Inseln vor der neuseeländischen Küste, auf denen sie keine natürlichen Feinde haben. Die Tierart wird von Forschern strengstens überwacht. Jedes einzelne Tier trägt einen Sender, die Nester werden videoüberwacht. Die wissenschaftliche Begleitung ist so eng, dass die Forscher sogar wissen, dass am Karfreitag das letzte Küken der Saison schlüpfen wird.

Die gelb-grünen und rund vier Kilo schweren Kakapos paaren sich nur alle zwei bis vier Jahre, wenn die neuseeländischen Rimu-Bäume Früchte tragen. In diesem Jahr trugen die Bäume besonders viele Früchte - möglicherweise dank des Klimawandels, wie Forscher Digby erklärte.

Die nachtaktiven Kakapos galten bereits als ausgestorben, als 1970 einige überlebende Exemplare gefunden wurden. Die Kakapos gehören laut Digby vermutlich zu den am stärksten überwachten Arten. Die Tierschützer können nach seinen Worten die Überwachung frühestens lockern, wenn die Population auf mindestens 500 angewachsen ist.

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