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Belgien lockert Massnahme gegen Afrikanische Schweinepest

Im Kampf gegen die Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest hat Belgien seine Massnahmen gelockert. Das Sperrgebiet im Süden wurde nach Angaben des wallonischen Landwirtschaftsministeriums in drei Zonen geteilt, in denen die Auflagen nun verschieden streng sind.
Belgien stuft die Gefahr vor der Afrikanischen Schweinepest herab. Das Landwirtschaftsministerium lockerte Massnahmen im Kampf gegen die Tierseuche. (Bild: KEYSTONE/AP/MICHAEL SOHN)

Belgien stuft die Gefahr vor der Afrikanischen Schweinepest herab. Das Landwirtschaftsministerium lockerte Massnahmen im Kampf gegen die Tierseuche. (Bild: KEYSTONE/AP/MICHAEL SOHN)

(sda/dpa)

Seit Ausbruch der Infektionskrankheit in Belgien vor einem Monat sind bislang 79 infizierte Wildschwein-Kadaver gefunden worden. Um die Ausbreitung zu verhindern, liess das nationale Landwirtschaftsministerium in der betroffenen Region zuletzt 4000 Hausschweine töten.

Am 13. September waren erstmals Fälle der Afrikanischen Schweinepest in Belgien und damit auch erstmals in Westeuropa entdeckt worden. Die belgischen Behörden richteten daraufhin das 63'000 Hektar grosse Sperrgebiet in der belgischen Region Luxemburg ein. Zuvor war die Krankheit bereits in östlichen EU-Staaten aufgetreten, etwa im Baltikum, in Polen, Tschechien und Ungarn.

Das Sperrgebiet hat nun drei Zonen. Im rund 12'500 Hektar grossen Kern sind die Auflagen wie Fütter- und Jagdverbot sowie Bewegungs- und Bewirtschaftungsverbot am strengsten. Zudem wird dort aktiv nach toten Wildschweinen gesucht, deren Kadaver dann analysiert werden. Das Betreten und die Bewirtschaftung der äussersten Zone ist nach Genehmigung hingegen zumindest tagsüber erlaubt. Die Massnahmen wurden nach Angaben des Ministeriums in Zusammenarbeit mit der EU-Kommission erstellt und gelten zunächst bis zum 14. November.

Nachdem die ersten Fälle der Tierseuche in Belgien aufgetaucht waren, verhängten etliche Länder ausserhalb der EU einen Importstopp gegen belgisches Schweinefleisch, darunter die wichtigen Abnehmer Südkorea und China. Innerhalb der Europäischen Union läuft der Handel weiter.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine schwere Virusinfektion, die für Wild- und Hausschweine in Europa fast immer tödlich verläuft. Der Erreger kann durch direkten Kontakt zwischen Tieren übertragen werden, aber auch durch Speisereste mit Fleisch von infizierten Tieren.

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