Bloomberg steigt aus Rennen um Präsidentschaftskandidatur aus

Er hat innerhalb von gut drei Monaten Hunderte Millionen US-Dollar in seinen Wahlkampf und teure TV-Werbespots gepumpt, doch seine geldgetriebene Strategie ging nicht auf. Das hat der «Super Tuesday» klar gezeigt. Nun schmeisst Michael Bloomberg hin.

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Der frühere Bürgermeister von New York, der Multimilliardär Michael Bloomberg, gibt seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten in den USA auf. (Bild vom 3. März)

Der frühere Bürgermeister von New York, der Multimilliardär Michael Bloomberg, gibt seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten in den USA auf. (Bild vom 3. März)

KEYSTONE/AP/Lynne Sladky
(sda/dpa/reu)

Der frühere Bürgermeister von New York, der Multimilliardär Michael Bloomberg, gibt seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten auf. Bloomberg erklärte seinen Rückzug am Mittwoch in einer Mail an seine Anhänger und sprach dem Ex-US-Vizepräsidenten Joe Biden offiziell seine Unterstützung aus.

Nach dem «Super Tuesday» mit Vorwahlen in 14 Bundesstaaten bestehe für ihn rein rechnerisch keine Chance mehr, sich die Nominierung zu sichern, schrieb Bloomberg. Der richtige Kandidat sei Biden. Wenn er selbst im Rennen bleibe, würde es das Ziel, US-Präsident Donald Trump zu besiegen, nur erschweren, betonte er.

Der 78-Jährige schnitt bei den Vorwahlen in 14 Bundesstaaten am Dienstag enttäuschend ab, obwohl er Hunderte Millionen US-Dollar seines eigenen Vermögens in den Wahlkampf gesteckt hatte.

Er holte sich nur den Sieg in dem US-Aussengebiet Samoa mit minimaler politischer Bedeutung, konnte aber keinen einzigen US-Bundesstaat für sich gewinnen.