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Boris Johnson fällt auf Telefonscherz herein

Der britische Aussenminister Boris Johnson ist auf den Anruf eines falschen armenischen Regierungschefs hereingefallen. Die Aufnahme eines entsprechenden Telefongesprächs wurde am Donnerstag auf der Video-Plattform Youtube im Internet veröffentlicht.
Der britische Aussenminister Boris Johnson unterhielt sich am Telefon rund 18 Minuten lang mit einem Mann, der sich als armenischer Regierungschef ausgegeben hatte. (Bild: KEYSTONE/EPA/OLIVIER HOSLET)

Der britische Aussenminister Boris Johnson unterhielt sich am Telefon rund 18 Minuten lang mit einem Mann, der sich als armenischer Regierungschef ausgegeben hatte. (Bild: KEYSTONE/EPA/OLIVIER HOSLET)

(sda/dpa)

Das britische Aussenministerium bestätigte den Vorfall auf Anfrage der Nachrichtenagentur dpa. "Wir haben das geprüft und wussten sofort, dass es ein Scherz-Anruf war", hiess es in einer Mitteilung.

Trotzdem dauerte die Unterhaltung rund 18 Minuten. In dem Gespräch sagt Johnson, er sei "beinahe zu hundert Prozent sicher", dass der russische Präsident Wladimir Putin selbst den Auftrag für das Giftattentat auf den russischen Ex-Spion Sergej Skripal gegeben hat.

Johnson lacht, als der falsche armenische Regierungschef äussert, er hoffe bei einem anstehenden Treffen mit Putin nicht ebenfalls mit dem Nervengift Nowitschok vergiftet zu werden.

Mit Lachen quittiert Johnson auch die Bemerkung des angeblichen armenischen Regierungschefs, US-Präsident Donald Trump höre auf niemanden ausser auf Putin. Ausserdem freut er sich über das Lob für ein unflätiges Gedicht, das er einst über den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan geschrieben hat.

Hinter dem Anruf steckt angeblich das Kreml-nahe russische Komiker-Duo Wowan und Lenux. Die beiden machten schon mehrfach Schlagzeilen mit Anrufen unter falschem Namen. Im Jahr 2015 riefen sie den britischen Pop-Star Elton John an und gaben sich als Putin aus, der angeblich über die Rechte von Homosexuellen mit dem Sänger diskutieren wollte.

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