Corona-Ausbruch in St. Wolfgang unter Kontrolle

Der Corona-Ausbruch im österreichischen Touristenort St. Wolfgang ist nach Einschätzung der Behörden unter Kontrolle. Die Zahl der bekannten Fälle erhöhte sich seit Anfang der Woche nur noch um einen auf 79, wie der Krisenstab des Bundeslands Oberösterreich mitteilte. Die Zahl der betroffenen Betriebe in der Gemeinde blieb unverändert bei 18.

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ARCHIV - Ein Ständer mit Post- und Magnetkarten in St. Wolfgang am Wolfgangsee. Foto: Barbara Gindl/apa/dpa

ARCHIV - Ein Ständer mit Post- und Magnetkarten in St. Wolfgang am Wolfgangsee. Foto: Barbara Gindl/apa/dpa

Keystone/apa/Barbara Gindl
(sda/dpa)

Die meisten Infizierten arbeiten in der Hotel- und Gastronomiebranche. Die Ergebnisse neuer Tests von etwa 400 Beschäftigten sollen am Donnerstag vorliegen. Als Ausgangspunkt der zahlreichen Infektionen seit Ende Juli gelten Feiern junger Saisonmitarbeiter in zwei Lokalen, die daraufhin freiwillig geschlossen hatten.

Die Behörden hatten die Infizierten über Kontaktpersonen gefunden und Schutzmassnahmen verhängt. Bis 9. August gilt eine Sperrstunde von 23 Uhr an. Im Rest des Landes muss um 1.00 Uhr nachts geschlossen werden. Abreisende Gäste müssen ihre Kontaktdaten hinterlassen.

Bei der Zahl von Tagesbesuchern und Übernachtungen habe es einen spürbaren Einbruch gegeben, sagte der Geschäftsführer der örtlichen Tourismusgesellschaft, Hans Wieser. «Tatsache ist, dass uns die Situation schon stark getroffen hat.»

Stadt und Land kündigten am Mittwoch Hilfen in Höhe von einer Million Euro an. Mehr als 200 besonders betroffene Betriebe sollen demnach Zuschüsse erhalten. Das Geld soll unter anderem an Beherbungs- und Gastronomiebetriebe sowie an Taxiunternehmen und Bäckereien gehen.

Aktuell sind in Österreich nach Angaben des Gesundheitsministeriums etwas über 1400 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. 25 Patienten werden momentan auf der Intensivstation behandelt.