Corona-Krankenhaus mit 10'000 Betten aus Karton in Indien

10'000 Betten aus Karton sollen Indien helfen, mit den rasch zunehmenden Corona-Infektionen zurechtzukommen. Sie stehen in einem ungenutzten Gebäude einer religiösen Sekte in der Hauptstadt Neu Delhi – dem Epizentrum Indiens.

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Ein indischer Arzt spricht mit einer Frau mit Covid-19-Symptomen in der Anmeldestelle des Krankenhauses «Government Fever Hospital». Foto: Mahesh Kumar A/AP/dpa

Ein indischer Arzt spricht mit einer Frau mit Covid-19-Symptomen in der Anmeldestelle des Krankenhauses «Government Fever Hospital». Foto: Mahesh Kumar A/AP/dpa

Keystone/AP/Mahesh Kumar A
(sda/dpa)

Von der zuständigen Behörde hiess es, dass Kartonbetten leicht seien, dass man sie schnell aufbauen könne und dass sie jeweils umgerechnet 14 Euro kosteten. Ausserdem würden Chemikalien auf der Oberfläche der Kartonbetten diese wasserfest und somit gut waschbar machen. Laut Hersteller überlebt das Virus dort nur 24 Stunden.

Indien ist auf Platz vier der am meisten von Corona betroffenen Länder der Welt - nach Russland, Brasilien und den USA. Inzwischen gibt es dort mehr als eine halbe Million Corona-Fälle, und mehr als 16 000 Menschen mit dem Virus sind gestorben.

Um mehr Platz für Kranke bereitzustellen, stattet Indien auch Züge, Hotels und Stadien mit Betten aus. Kürzlich sagte der Regierungschef von Neu Delhi, Arvind Kejriwal, dass die Todeszahlen Anfang Juni wegen eines Mangels an Krankenhausbetten und Testmöglichkeiten in der Hauptstadt gestiegen seien. Inzwischen sei die Lage besser, aber es sei unklar, wie lange das so bleibe. Auch Krematorien in der Hauptstadt rüsten auf und bauen mehr Öfen, berichteten lokale Medien.

Die Regierung versprach Patienten auch Messgeräte zur Bestimmung des Sauerstoffgehalts im Blut zu verteilen. So können sie zu Hause bleiben und erst ins Krankenhaus, wenn ein gewisser Wert erreicht wird.

Slowakische Präsidentin geht in Corona-Quarantäne

Die slowakische Präsidentin Zuzana Caputova hat sich am Mittwoch in eine präventive Heimquarantäne begeben. Ein Mitarbeiter des Präsidentenamtes sei in Kontakt mit einem positiv getesteten Corona-Patienten gekommen, sagte Caputovas Sprecher Martin Strizinec der Deutschen Presse-Agentur zur Begründung.