«Corriere del Ticino»-Chef wird neuer RAI-Präsident

Der Chef des Tessiner Medienhauses «Corriere del Ticino» wird Präsident des italienischen Fernsehsenders RAI. Der 55-jährige Italiener Marcello Foa hatte früher für die Mailänder Tageszeitung «Il Giornale» gearbeitet. Die italienische Regierung hat hohe Erwartungen.

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Wechselt vom «Corriere del Ticino» zur italienischen RAI: Marcello Foa (rechts, an einer Veranstaltung der Gesellschaft Schweiz-Israel im Jahr 2015). (Bild: KEYSTONE/TI-PRESS/GABRIELE PUTZU)

Wechselt vom «Corriere del Ticino» zur italienischen RAI: Marcello Foa (rechts, an einer Veranstaltung der Gesellschaft Schweiz-Israel im Jahr 2015). (Bild: KEYSTONE/TI-PRESS/GABRIELE PUTZU)

(sda/apa)

Marcello Foa und der neue RAI-Geschäftsführer Fabrizio Salini sind von Italiens Wirtschaftsminister Giovanni Tria für ihre Ämter beim öffentlich-rechtlichen Sender vorgeschlagen worden. Dies meldet die österreichische Nachrichtenagentur APA. Der Ministerrat hat die Ernennung der beiden bestätigt. «Mit Salini und Foa garantieren wir den Neustart der wichtigsten Kulturindustrie des Landes», twitterte Ministerpräsident Giuseppe Conte am Freitag.

Arbeitsminister Luigi Di Maio sprach von einer «Kulturrevolution» bei der RAI: «Wir stehen vor einer grossen Herausforderung: Wir wollen uns von Parasiten befreien.» Er bezog sich dabei auf den Vorwurf, in der RAI seien in den vergangenen Jahren Protegés einflussreicher Politiker der bis März regierenden Sozialdemokraten in Spitzenpositionen gehievt worden.

Der Italiener Marcello Foa ist in Mailand geboren. Seit 2011 leitet er die» Corriere del Ticino»-Gruppe.