Demokrat Biden trifft sich vor Beerdigung mit George Floyds Familie

Der designierte Präsidentschaftskandidat der US-Demokraten, Joe Biden, wird sich nach übereinstimmenden Medienberichten mit George Floyds Familie treffen. Biden werde am Montag mit den Angehörigen in Houston im Bundesstaat Texas mit Floyds Angehörigen zusammenkommen.

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Der US-Präsidentschaftskandidat der Demokraten, Joe Biden, will wegen des Sicherheitsaufgebots um seine Person nicht an der Beerdigung von George Floyd teilnehmen - er will sich aber im Vorfeld mit Familienangehörigen von Floyd treffen.

Der US-Präsidentschaftskandidat der Demokraten, Joe Biden, will wegen des Sicherheitsaufgebots um seine Person nicht an der Beerdigung von George Floyd teilnehmen - er will sich aber im Vorfeld mit Familienangehörigen von Floyd treffen.

KEYSTONE/EPA/TRACIE VAN AUKEN
(sda/dpa)

Dies berichteten am Sonntag (Ortszeit) unter anderem die «New York Times» und der Nachrichtensender CNN. Floyd war bei seiner Festnahme in Minneapolis ums Leben gekommen.

Der 77-jährige Biden werde zudem eine Videobotschaft für Floyds Beerdigung aufnehmen, hiess es weiter. Er wird demnach aber nicht selbst an der Zeremonie teilnehmen. Er wolle die Beerdigung nicht durch zusätzliche Sicherheitsvorkehrungen stören, die bei seiner Anwesenheit nötig wären, hiess es in den Berichten weiter.

Fehlende Geste von Trump?

Biden hat sich seit Floyds Tod bereits mehrfach gegen «systematischen Rassismus» und die anhaltende Ungleichheit in den USA ausgesprochen. US-Präsident Donald Trump, der sich im November im Zweikampf mit Biden um eine Wiederwahl bewerben wird, hat Floyds Tod mehrfach verurteilt. Ihm wird jedoch vorgeworfen, sich nicht klar gegen Rassismus zu positionieren und nicht genug Verständnis für den Zorn über Diskriminierung und Ungerechtigkeit im Land zu zeigen.

Floyd war am 25. Mai bei einer brutalen Festnahme in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota gestorben. Ein weisser Polizeibeamter hatte sein Knie fast neun Minuten lang in den Nacken des am Boden liegenden Floyd gedrückt - trotz aller Bitten des 46-Jährigen, ihn atmen zu lassen. Seit seinem Tod ist es in den USA - und auch weltweit - zu grossen Protesten gegen Polizeigewalt, Rassismus und Diskriminierung gekommen.