Designer Plein über Mode-Welt: Früher war mehr Sex und Geld

Der deutsche Modedesigner Philipp Plein vermisst frühere Topmodels wie Naomi Campbell oder Kate Moss in der heutigen Fashion-Welt.

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ARCHIV - Modedesigner Philipp Plein an der Seite von Model Naomi Campbell in Berlin. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

ARCHIV - Modedesigner Philipp Plein an der Seite von Model Naomi Campbell in Berlin. Foto: Jens Kalaene/dpa-Zentralbild/dpa

Keystone/ZB/Jens Kalaene
(sda/dpa)

«Das, was es heute gibt, sind mehr Instagram-Models», sagte der 42-Jährige im Podcast «TOMorrow». Früher habe die Industrie noch aus Glamour und Jetset bestanden. «Da war Reichtum, da war Geld, Kreativität, Sex und Beauty mit den Models, die ganze Power war vereint. Das gibt es heute nicht mehr.»

Grund für diesen Wandel ist laut Plein, dass ein Grossteil der Marken mittlerweile Eigentum von Investmentfonds oder börsenorientiert ist. «Die Designer, wenn es sie denn noch gibt, sind meistens Angestellte, die spielen halt für den Club, solange sie der Club bezahlt.» Und wenn sie keine nachgefragte Kollektion produzierten, würden sie einfach ausgetauscht, sagte Plein, der für seine luxuriösen Modelinien bekannt ist.

Auch die Fashion-Show an sich sei überholt und nicht mehr im Sinne des Konsumenten, so Plein. «(...) Der sieht etwas heute – und der will es auch heute haben. Der will nicht sechs Monate warten, bis es rauskommt.» Der Bayer, der die grösste Show seiner über 20-jährigen Karriere im Februar in Mailand vor 6000 Gästen gezeigt hatte, will daher etwas ändern. «Meine nächste Show werde ich in meinem Haus in Los Angeles machen, in meinem Wohnzimmer mit nur drei, vier Leuten.»