Dieselleck in Russland: Auch nahe gelegener See verschmutzt

Durch das Austreten riesiger Dieselmengen aus einem russischen Kraftwerk am Nordpolarmeer ist auch ein nahe gelegener See verschmutzt worden. Spuren des Brennstoffes seien im Pjassinosee nachgewiesen worden, teilte der Gouverneur der Region Krasnojarsk, Alexander Uss, am Dienstag russischen Agenturen zufolge mit.

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HANDOUT - Dieses am 08.06.2020 von Vasiliy Ryabinin zur Verfügung gestellte Foto zeigt am 29.05.2020 Öllagertanks vor Norilsk . Ende Mai waren durch ein Leck in einem Kraftwerk nahe der Industriestadt Norilsk rund 21 000 Tonnen Diesel ausgetreten, woraufhin Präsident Putin den Notstand ausgerufen hat. Die Natur soll Jahre brauchen, um sich zu erholen. Foto: Vasiliy Ryabinin/Vasiliy Ryabinin/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits. Verwendung nur bis zum 22.06.2020.

HANDOUT - Dieses am 08.06.2020 von Vasiliy Ryabinin zur Verfügung gestellte Foto zeigt am 29.05.2020 Öllagertanks vor Norilsk . Ende Mai waren durch ein Leck in einem Kraftwerk nahe der Industriestadt Norilsk rund 21 000 Tonnen Diesel ausgetreten, woraufhin Präsident Putin den Notstand ausgerufen hat. Die Natur soll Jahre brauchen, um sich zu erholen. Foto: Vasiliy Ryabinin/Vasiliy Ryabinin/AP/dpa - ACHTUNG: Nur zur redaktionellen Verwendung im Zusammenhang mit der aktuellen Berichterstattung und nur mit vollständiger Nennung des vorstehenden Credits. Verwendung nur bis zum 22.06.2020.

Keystone/Vasiliy Ryabinin/AP/Vasiliy Ryabinin
(sda/dpa)

«Es ist ein wunderschöner See, (...) hier gibt es viele Fische und eine gute Biosphäre. Welche Auswirkungen die Verschmutzungen haben werden, kann man nicht vorhersehen.» Ende Mai waren nahe der Stadt Norilsk rund 21 000 Tonnen Diesel aus einem defekten Tank ausgelaufen und bedrohen Teile eines Naturreservates in der Arktis.

Der Pjassinosee nördlich von Norilsk ist 70 Kilometer lang und 15 Kilometer breit. Aus dem See entspringt ein gleichnamiger Fluss, der wiederum in die Karasee, ein Randmeer des Arktischen Ozeans, mündet. Gouverneur Uss betonte, dass das Weitertreiben des Dieselstoffs unbedingt verhindert werden müsse.

Hunderte Einsatzkräfte sind seit Tagen mit Reinigungsarbeiten beschäftigt. Bislang halten Ölsperren und Dämme den Brennstoff in den Flüssen nahe dem Kraftwerk weitgehend zurück. Diese könnten jedoch nicht wirksam genug oder zu spät installiert worden seien, sagte der stellvertretende Leiter des Zivilschutzes, Alexander Tschuprijan. So könnten die Giftstoffe in den Pjassinosee gelangt sein.

Zu einem weiteren Unglück kam es nach Berichten der Agentur Interfax im Autonomen Bezirk der Nenzen am Montag am Polarmeer. Dort flossen rund zehn Tonnen Öl aus einem havarierten Bohrloch, nachdem es zu einem Druckabfall gekommen war. Die Situation sei zwar unter Kontrolle, hiess es. Durch schlechte Wetterbedingungen seien die Aufräumarbeiten aber erschwert worden.