Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Konto per E-Mail erhalten.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Drei Überlebende nach Flugzeugabsturz auf Kuba

Beim Absturz eines Passagierflugzeugs unmittelbar nach dem Start in Kuba sind vermutlich über 100 Menschen ums Leben gekommen. Drei Frauen überlebten das Unglück. Warum die Maschine des Typs Boeing 737 auf einem Feld zerschellte, war zunächst unklar.
Die Maschine des Typs Boeing 737 ging beim Absturz in der Nähe des internationalen Flughafens von Havanna in Flammen auf. (Bild: KEYSTONE/AP/ENRIQUE DE LA OSA)

Die Maschine des Typs Boeing 737 ging beim Absturz in der Nähe des internationalen Flughafens von Havanna in Flammen auf. (Bild: KEYSTONE/AP/ENRIQUE DE LA OSA)

(sda/dpa/afp)

Nach Angaben der kubanischen Parteizeitung "Granma" wurden am Freitag drei Frauen und ein Mann lebend aus den Trümmern geborgen. Der Mann sei jedoch kurz darauf gestorben.

An Bord befanden sich nach neusten Angaben 110 Menschen. In der Maschine seien 104 Passagiere sowie sechs mexikanische Besatzungsmitglieder gewesen, teilte die mexikanische Fluggesellschaft Global Air, auch bekannt als Aerolíneas Damojh, am Freitag (Ortszeit) in Mexiko-Stadt mit. Bei der Besatzung handelte es sich den Angaben zufolge um Pilot und Co-Pilot, einen Techniker sowie Kabinenpersonal.

Eine offizielle Zahl der Toten wurde zunächst nicht mitgeteilt. Der Grossteil der Passagiere - bis auf fünf - stamme von der Karibikinsel selbst. Zwei Opfer kommen aus Argentinien, wie das Aussenministerium in Buenos Aires mitteilte.

Der Zustand der drei Überlebenden sei stabilisiert worden, sagte der Leiter der Klinik Calixto García in Havanna, Carlos Alberto Martínez Blanco. Er sei jedoch weiterhin kritisch, berichtete die Zeitung "Cubadebate". Eine der Patientinnen hatte demnach schwere Verbrennungen an 30 Prozent ihres Körpers erlitten.

Auf dem Weg von Havanna nach Holguín

Der kubanische Präsident Miguel Díaz-Canel sprach im Namen der Regierung den Familien Beileid aus. Eine Kommission untersuche die Umstände des Unfalls, so Díaz-Canel. Mehr als die Hälfte der Opfer stammte nach Angaben von "Cubadebate" aus der Stadt Holguín im Osten der Insel, die das Ziel des Flugs DMJ 0972 gewesen wäre.

Die Maschine war unmittelbar nach dem Start auf einem Feld in der Nähe des Flughafens José Martí zerschellt. Die weissen, noch rauchenden Teile lagen zwischen hohem Gras und Palmen.

Die Maschine vom Typ Boeing 737-200 gehörte der mexikanischen Fluggesellschaft Damojh, sie wurde jedoch von der staatlichen kubanischen Gesellschaft Cubana gemietet und betrieben. Die Fluggesellschaft Damojh wurde 1990 in Mexiko gegründet, zur Flotte zählen laut Ministerium lediglich drei Flugzeuge.

Auf Videoaufnahmen waren eine dichte Rauchwolke in der Nähe des Flughafens zu sehen. Ein Video, das in den sozialen Medien geteilt wurde, zeigte einen Feuerball über der Absturzstelle.

Beileid von Rául Castro

Auch der ehemalige kubanische Präsident Rául Castro drückte sein Beileid aus. Das berichtete das Staatsfernsehen. Der mexikanische Präsident Enrique Peña Nieto schrieb auf Twitter, Mexikos Gedanken seien bei den Familienangehörigen und Opfern. Weitere Beileidsbekundungen kamen aus Venezuela und Nicaragua. Auch die Regierungschefs aus Kanada, Paraguay und Bolivien nahmen Anteil.

Der letzte grössere Unfall einer Passagiermaschine auf Kuba hatte sich 2010 ereignet. Damals war in dem Karibikstaat ein Flugzeug der Airline Aerocaribbean mit Touristen an Bord auf dem Weg vom östlich gelegenen Santiago de Cuba nach Havanna abgestürzt. Alle 68 Insassen starben.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.