Einigung bei lokalen Corona-Beschränkungen in Deutschland

Bund und Länder wollen in Deutschland künftig zielgenauer auf lokale Ausbrüche der Corona-Pandemie reagieren.

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Kanzleramtschef Helge Braun in Berlin. Foto: Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

Kanzleramtschef Helge Braun in Berlin. Foto: Michael Kappeler/dpa-pool/dpa

Keystone/dpa-pool/Michael Kappeler
(sda/dpa)

Lokale Ein- und Ausreisesperren soll es geben können, wenn die Zahl der Infektionen weiter steigt oder es keine Gewissheit gibt, dass die Infektionsketten bereits unterbrochen sind. Das steht in einem nach Beratungen von Kanzleramtschef Helge Braun mit den Staatskanzleichefs der Länder gefassten Beschluss. Er liegt der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vor.

«Diese Massnahmen sollen zielgerichtet erfolgen und müssen sich nicht auf den gesamten Landkreis bzw. die gesamte kreisfreie Stadt beziehen», heisst es darin weiter.

Dem Papier zufolge sollen die Länder Vorsorge dafür treffen, dass Reisende aus Regionen mit erhöhten Corona-Infektionen nur dann in einem Beherbergungsbetrieb untergebracht werden beziehungsweise ohne Quarantänemassnahme in ein Land einreisen dürfen, wenn sie mit einem ärztlichen Zeugnis nachweisen können, dass sie nicht infiziert sind.

Mit Blick auf die Reisesaison wurde zudem festgelegt, dass Rückkehrer aus dem Ausland, die sich innerhalb der vergangenen 14 Tage in einem Risikogebiet aufgehalten haben, verpflichtet bleiben, sich für 14 Tage in häusliche Quarantäne zu begeben.