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Elf Regionen in Italien fordern Regierungshilfen nach Unwettern

Elf Regionen haben nach den verheerenden Unwettern der vergangenen Tage bei der italienischen Regierung um Unterstützung gebeten. Premier Giuseppe Conte will in mehreren Gebieten den Notstand ausrufen. Palermo nahm Abschied von neun Unwetteropfern.
Grosse Trauer an der Abdankungsfeier für die Todesopfer des Unwetters in Casteldaccia bei Palermo. (Bild: KEYSTONE/EPA ANSA/IGOR PETYX)

Grosse Trauer an der Abdankungsfeier für die Todesopfer des Unwetters in Casteldaccia bei Palermo. (Bild: KEYSTONE/EPA ANSA/IGOR PETYX)

(sda/apa)

Conte kündigte eine Sondersitzung des Ministerrats an, um noch diese Woche den Notstand in mehreren Gebieten, darunter Friaul, Trentino Südtirol, Venetien, Ligurien und Sizilien, auszurufen.

Durch diesen Schritt sollen sofort Sonderfinanzierungen für die von Niederschlägen und Stürmen verwüsteten Regionen zur Verfügung gestellt werden können. «Die Lage ist durchaus kritisch», sagte Conte. In den nächsten drei Jahren werde die Regierung eine weitere Milliarde Euro für Projekte zur Vorbeugung von Naturkatastrophen aufwenden, kündigte der Premier an.

Die Stadt Palermo nahm am Dienstag Abschied von den neun Menschen, alles Mitglieder einer einzigen Familie, die am Samstag bei der Überschwemmung eines Landhauses in Casteldaccia auf Sizilien ums Leben gekommen sind. Eine riesige Menschenmenge beteiligte sich an der Zeremonie in der Kathedrale, bei der ein Trauertag ausgerufen wurde.

Der Sturm hat einen ganzen Wald bei Belluno umgemäht. (Bild: Diego Riva / EPA (Belluno, 3. November 2018))
Die Behörden schauen sich bei Belluno in Venetien das Schadensausmass ans (Bild: Feuerwehr / AP, 4. November 2018))
Baumstämme treiben auf dem Piave-Fluss nahe Belluno im Nordosten Italiens. (Bild: Feuerwehr/AP (Belluno, 3. November 2018))
Bei Belluno hat der Sturm ganze Wälder abrasiert. (Bild: Feuerwehr / AP, 3. November 2018))
In diesem überfluteten Haus in der Nähe von Palermo haben neun Menschen ihr Leben verloren. (Bild: Mike Palazzotto/ANSA via AP (Casteldaccia, 4. November 2018))
Ein zerstörtes Gebäude in der Region Veneto in Norditalien. (Bild: Diego Riva/EPA (Pettorina, 3. November 2018))
Auch Sizilien wurde von den Fluten schwer getroffen: In der Nähe des Milicia-Fluss verloren neun Menschen ihr Leben, als ihr Haus in Casteldaccia überflutet wurde. (Bild: Ruggero Farkas/ANSA via AP (4. November 2018))
Der Milicia-Fluss führte nach Tagen des Regens sehr viel Wasser. (Bild: Ruggero Farkas/EPA (Casteldaccia, 4. November 2018))
Auch in Terracina hat der Sturm gewütet. (Bild: Handout / EPA, 29. Oktober 2018)
Der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conto macht sich vor Ort ein Bild des Unwetters. (Bild: Handout)
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Italien im Griff enormer Naturgewalten

Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung

Die schweren Folgen der Unwetterkatastrophe haben auch Ermittlungen zur Folge. Laut den Behörden dürften Bauvorschriften missachtet worden sein, der Verdacht lautet auf fahrlässige Tötung. Der Bürgermeister von Casteldaccia, Giovanni Di Giacinto, berichtete, dass die Gemeinde im Jahr 2008 eine Anordnung erlassen hatte, das Landhaus abzureissen, da es ohne Genehmigungen zu nahe an dem Bach gebaut worden war. Die Anordnung war jedoch nie ausgeführt worden. Das Bachbett hätte zudem längst gereinigt gehört.

Inzwischen tobt in Italien eine hitzige Diskussion über Bausünden. Nach Angaben der nationalen Statistikbehörde Istat wird etwa jedes fünfte neue Gebäude ohne Baugenehmigung errichtet. Die regionalen Unterschiede sind gross: In Norditalien entstehen nur 6,7 Prozent der neuen Gebäude illegal, in Mittelitalien sind es 19 Prozent und in Süditalien 47 Prozent. Spitzenreiter ist die Region Kampanien, wo 64 Prozent aller neuen Bauten illegal errichtet werden.

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