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Elf Tote bei Gefangenenaufstand in Venezuela

Bei einem Häftlingsaufstand im Venezuela sind am Donnerstag nach Angaben einer Nichtregierungsorganisation mindestens elf Personen getötet worden. 28 weitere seien bei den Krawallen in der Haftanstalt Fénix in der Region Lara im Westen des Landes verletzt worden.
Angehörige von Insassen vor der Haftanstalt, wo bei einem Aufstand mindestens elf Personen getötet wurden. (Bild: KEYSTONE/EPA EFE/MIGUEL GUTIERREZ)

Angehörige von Insassen vor der Haftanstalt, wo bei einem Aufstand mindestens elf Personen getötet wurden. (Bild: KEYSTONE/EPA EFE/MIGUEL GUTIERREZ)

(sda/afp/dpa)

"Unter den Toten sind zwei Beamte und neun Häftlinge", sagte Carlos Nieto Palma von der Gefangenenhilfsorganisation Una Ventana a la Libertad (Ein Fenster zur Freiheit) am Freitag. Eine aufständische Gruppe habe einem Wachmann die Waffe weggenommen. Danach sei es zu der blutigen Schiesserei gekommen.

Erst Ende März hatte es auf der Polizeiwache in Valencia im Norden des südamerikanischen Landes eine Gefangenenmeuterei gegeben. Häftlinge versuchten, aus ihren überfüllten Arrestzellen auszubrechen und steckten mehrere Matratzen in Brand.

68 Menschen verbrannten oder erstickten im dichten Rauch. Im Zusammenhang mit dem Vorfall wurden im April fünf Polizeibeamte festgenommen.

Die Gefängnisse in Venezuela sind völlig überfüllt, es gibt immer wieder gewaltsame Aufstände. Wegen der Überbelegung werden Häftlinge zunehmend in den Arrestzellen von Polizeiwachen untergebracht. Dort dürfen sie laut Gesetz eigentlich nicht länger als 48 Stunden bleiben, diese Regel wird jedoch vielfach nicht eingehalten.

Laut Una Ventana a la Libertad sind in den Arrestzellen häufig fünf Mal so viele Menschen eingesperrt wie zugelassen. Allein im vergangenen Jahr starben demnach 65 der dort untergebrachten Häftlinge durch Gewalt, Unterernährung oder an Tuberkulose.

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