Emirate: Impulse für sofortige Waffenruhe in Libyen

Im Bürgerkriegsland Libyen gibt es nach Einschätzung der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) genügend Impulse für eine sofortige Waffenruhe. Auch eine Rückkehr zum politischen Prozess sei möglich, schrieb der emiratische Staatsminister für Auswärtiges, Anwar Gargasch, am Montag bei Twitter.

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ARCHIV - Chalifa Haftar, General in Libyen. Foto: Thanassis Stavrakis/AP/dpa

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Keystone/AP/Thanassis Stavrakis
(sda/dpa)

Die Weltgemeinschaft könne weitere tödliche Kämpfe in Libyen nicht hinnehmen, schrieb Gargasch.

Im Konflikt um Libyen stehen die Emirate wie Russland und Ägypten auf der Seite von General Chalifa Haftar, der eine Offensive auf Tripolis angeordnet hatte. Dort hat die Regierung von Ministerpräsident Fajis al-Sarradsch ihren Sitz, die von der Türkei unterstützt wird. Mit türkischer Unterstützung hatten Libyens Regierungstruppen wichtige Gebiete von Haftar zurückerobert. Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi kündigte am Samstag eine Initiative zu einer Waffenruhe an, der Haftar zustimmte.

Es war unwahrscheinlich, dass eine solche Waffenruhe noch am Montag in Kraft treten würde. Sie hätte eigentlich bereits am Morgen beginnen sollen. Al-Sarradsch hatte die von Ägypten vorgeschlagene Feuerpause jedoch bereits am Sonntagabend indirekt abgelehnt. Dem Kommandeur der verbündeten Milizen, die die strategisch wichtige Küstenstadt Sirte östlich von Tripolis von Haftars Truppen einnehmen wollen, sagte er: «Wir werden den von Opfergaben gepflasterten Weg weitergehen.»

Sirte - der Geburtsort des 2011 gestürzten Langzeitmachthabers Muammar al-Gaddafi - liegt an der Mittelmeerküste auf halber Strecke zwischen Tripolis und Bengasi, den beiden grössten Städten des Landes. Die mit der Sarradsch-Regierung verbündeten Kämpfer befanden sich am Montag nach Augenzeugenberichten etwa 30 Kilometer westlich von Sirte. Haftars Truppen hatten Sirte im Januar eingenommen.