EU-Chefdiplomat: Europa braucht «Hard-Power-Dimension»

EU-Chefdiplomat Josep Borrell und Binnenmarktkommissar Thierry Breton wollen Europa autonomer und souveräner machen.

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Will Europa autonomer und souveräner machen: EU-Chefdiplomat Josep Borrell. Foto: Kenzo Tribouillard/Pool AFP/AP/dpa

Will Europa autonomer und souveräner machen: EU-Chefdiplomat Josep Borrell. Foto: Kenzo Tribouillard/Pool AFP/AP/dpa

Keystone/Pool AFP/AP/Kenzo Tribouillard
(sda/dpa)

In einem Gastbeitrag für die «Welt» schreiben sie: «Die Ära eines versöhnlichen, wenn nicht gar naiven Europas ist überholt.» Tugendhafte «Soft Power» reiche in der heutigen Welt nicht mehr aus und müsse durch eine «Hard-Power-Dimension» ergänzt werden.

«Es ist an der Zeit, dass Europa seinen Einfluss, die Durchsetzung seiner Weltsicht und die Verteidigung seiner eigenen Interessen geltend macht.» Nötig sei nun eine Stärkung der kollektiven Fähigkeit, die eigenen Werte und Interessen zu schützen.

Konkret schlagen Borrell und Breton vor, Schlüsseltechnologien vor der Übernahme durch aussereuropäische Akteure zu schützen und die wirtschaftliche Abhängigkeit von Drittstaaten zu reduzieren.

Zudem sollte die strategische Autonomie gestärkt werden - zum Beispiel bei Cybersicherheit, Drohnen und Quantentechnologie. «Europa hat die Fähigkeiten, dies zu tun», schreiben die Kommissionsmitglieder.