EU-Parlament plant Journalistenpreis benannt nach Caruana Galizia

Das Europaparlament plant die Einrichtung eines neuen Journalistenpreises. Die Auszeichnung soll nach der vor rund drei Jahren ermordeten maltesischen Journalistin Daphne Caruana Galizia benannt werden und investigative journalistische Arbeit auszeichnen, hiess es am Montag aus dem EU-Parlament.

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ARCHIV - Die Journalistin Daphne Caruana Galizia läuft mit einem Notizblock in der Hand über eine Strasse. Foto: Jon Borg/dpa

ARCHIV - Die Journalistin Daphne Caruana Galizia läuft mit einem Notizblock in der Hand über eine Strasse. Foto: Jon Borg/dpa

Keystone/Jon Borg
(sda/dpa)

Das Präsidium des Europaparlaments wollte demnach zeitnah über die Einführung des Preises und über nähere Details zu dem Wettbewerb entscheiden.

Der Grünen-EU-Politiker Sven Giegold sagte, die Auszeichnung werde investigativen und mutigen Journalismus und die Pressefreiheit stärken. «Daphne Caruana Galizia ist die beste Namensgeberin, weil sie die einzige Journalistin in Malta war, die so beharrlich und konsequent über Korruption und Geldwäsche in Malta berichtete», erklärte Giegold.

Caruana Galizia war im Oktober 2017 in der Nähe ihres Hauses im Auto in die Luft gesprengt worden. Die 53-Jährige galt als eine der bekanntesten investigativen Reporterinnen des Landes. Mit ihren Recherchen war sie ein Dorn im Auge der regierenden Labour Partei und von Ministern, über die sie kritisch berichtete.