Ex-Box-Weltmeister Rocchigiani bei Unfall in Italien getötet

Der frühere Boxweltmeister Graciano Rocchigiani ist in Italien bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Wie die mit dem Vorgang befasste Polizei Brandenburg am Dienstag bestätigte, wurde der 54-jährige Deutsche als Fussgänger von einem Auto überfahren.

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Graciano Rocchigiani (hier eine Aufnahme aus dem Jahr 2015) bestritt insgesamt 48 Profikämpfe, von denen er 41 (bei sechs Niederlagen und einem Unentschieden) gewann, 19 durch K.o. (Bild: Keystone/DPA-Zentralbild/ARNO BURGI)

Graciano Rocchigiani (hier eine Aufnahme aus dem Jahr 2015) bestritt insgesamt 48 Profikämpfe, von denen er 41 (bei sechs Niederlagen und einem Unentschieden) gewann, 19 durch K.o. (Bild: Keystone/DPA-Zentralbild/ARNO BURGI)

(sda/apa/dpa)

Die italienische Polizei hatte die Brandenburger Kollegen gebeten, die Angehörigen über den Tod zu informieren. Rocchigiani bestritt von 1983 bis 2003 insgesamt 48 Profikämpfe, von denen er 41 (bei sechs Niederlagen und einem Unentschieden) gewann, 19 durch K.o.

1988 wurde der Linkshänder mit seiner legendären Doppeldeckung IBF-Weltmeister im Supermittelgewicht und wechselte nach drei erfolgreichen Titelverteidigungen ins Halbschwergewicht. In dieser höheren Gewichtsklasse wurde der in Duisburg geborene Sohn eines sardischen Eisenbiegers und einer Berlinerin 1991 Europameister, 1998 dann WBC-Weltmeister.

Zuletzt war Rocchigiani als Experte für den TV-Sender Sport1 und als Jury-Mitglied in der Sendung «Sport1 - The Next Rocky» tätig. Sein älterer Bruder Ralf (55) war von 1995 bis 1997 WBO-Weltmeister im Cruisergewicht.