Familie aus der Schweiz stirbt bei Helikopterabsturz auf Hawaii

Bei dem Absturz eines Ausflugshelikopters über der US-Inselgruppe Hawaii am Donnerstag sind alle sieben Insassen ums Leben gekommen - darunter eine vierköpfige Familie aus der Schweiz. Dies teilte die Polizei von Kauai am Samstag (Ortszeit) mit.

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(sda/dpa)
Der Ausflugshelikopter stürzte am Donnerstag in einem bergigen und schwer zugänglichen Gebiet auf der US-Inselgruppe Hawaii ab.

Der Ausflugshelikopter stürzte am Donnerstag in einem bergigen und schwer zugänglichen Gebiet auf der US-Inselgruppe Hawaii ab.

KEYSTONE/AP/RV

Letzte Hoffnungen, jemanden lebend zu finden, hätten sich nach Wiederaufnahme der Bergungsarbeiten am Samstag zerschlagen, heisst es in einer Mitteilung der Polizei im Kurznachrichtendienst Twitter. Neben dem Piloten kamen Flugdokumenten zufolge auch zwei US-Amerikanerinnen und die vierköpfige Familie aus der Schweiz ums Leben.

Bei den Schweizer Opfern handelt es sich nach Behördenangaben um eine 50-jährige Frau, einen 49 Jahre alten Mann sowie zwei Kinder im Alter von 13 und 10 Jahren. Die Autopsie der Leichen zur formellen Identifizierung der Opfer stand noch aus.

«Aus Daten- und Personenschutzgründen» konnte das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Sonntag auf Anfrage noch keine Angaben zur Identität der Opfer machen. Das Konsulat in San Francisco stehe jedoch in engem Kontakt zu den lokalen Behörden, hiess es.

Schwer zugängliches Gelände

«Wir sprechen den Familien und Freunden der Opfer unser Beileid aus und beten für sie», wird der stellvertretende Polizeichef Bryson Ponce in der Mitteilung der Behörden zitiert. Die Polizei setze die Suche nach Hinweisen zum Absturz fort.

Die Maschine des Unternehmens Safari Helicopters war vom Besitzer als vermisst gemeldet worden, nachdem dieser am Donnerstag nicht zur vereinbarten Uhrzeit von einem Rundflug auf der Insel Kauai im Gebiet Na Pali zurückgekehrt war. Später stellte sich heraus, dass der Helikopter in einem bergigen und schwer zugänglichen Gebiet abgestürzt war.

Die Unglücksursache war auch am Samstag weiter unklar. An dem Bergungseinsatz, der durch Nebel und schlechte Sicht erschwert wurde, waren Kräfte der Polizei, Feuerwehr und Küstenwache beteiligt. Die Bergung wurde am Samstagnachmittag eingestellt.