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Familienkrypta Mussolinis in Predappio wird wieder geöffnet

Am kommenden Sonntag wird die Familienkrypta, in der der faschistische Diktator Benito Mussolini in seinem norditalienischen Heimatdorf Predappio begraben ist, der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
Der italienische Diktator Benito Mussolini im Februar 1943, rund zwei Jahre vor seinem Tod: am Sonntag wird die Familienkrypta in seinem norditalienischen Heimatdorf Predappio der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. (Bild: KEYSTONE/AP NY)

Der italienische Diktator Benito Mussolini im Februar 1943, rund zwei Jahre vor seinem Tod: am Sonntag wird die Familienkrypta in seinem norditalienischen Heimatdorf Predappio der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. (Bild: KEYSTONE/AP NY)

(sda/apa)

Der Beschluss wurde anlässlich des Geburtstags Mussolinis gefasst, der am 29. Juli 1883 in Predappio zur Welt kam. Erwartet wird, dass Hunderte Faschismus-Nostalgiker am Sonntag und Montag Predappio besuchen werden.

Die Enkelin des Duce, Rachele Mussolini, Stadtratsmitglied in Rom, erklärte, dass die Familie Mussolini mit dem Bürgermeister von Predappio, Roberto Canali, nach einem Weg suche, um die Familienkrypta ständig offen zu halten.

Predappio ist seit jeher Pilgerort für faschistische Nostalgiker. Rachele Mussolini appellierte an Personen, die die Gruft ihres Grossvaters anlässlich seines Geburtstags besuchen wollen, sich respektvoll zu verhalten.

Weit verbreiteter Kult in Italien

Die Bewunderung für und der Kult um Benito Mussolini ist in Italien auch 74 Jahre nach seinem Tod noch weit verbreitet, nicht nur bei Älteren. Mehrere Italiener betrachten den faschistischen Diktator Benito Mussolini als einen von Italiens besten Staatsmännern.

Benito Mussolini kam als Sohn eines sozialistischen Schmiedes in Predappio zur Welt. Sein Geburtshaus war eine Kultstätte, die von Hunderttausenden besucht wurde. Der Diktator wurde am 28. April 1945 von Partisanen am Comer See erschossen. Seine Leiche und die seiner Geliebten Clara Petacci wurden auf der Piazzale Loreto in Mailand kopfüber aufgehängt.

Erst zwölf Jahre nach seinem Tod kam Mussolini wieder an den Ort zurück, an dem er geboren wurde. 1957 wurde der Leichnam der Familie übergeben, die ihn in der Familienkrypta in Predappio beisetzte.

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