Festnahmen nach erneuten Protesten gegen Assad im Süden Syriens

Syrische Sicherheitskräfte haben bei erneuten Anti-Regierungsprotesten in der Stadt Al-Suwaida im Süden des Landes nach Angaben von Aktivisten mehrere Demonstranten festgenommen.

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ARCHIV - Die von der syrisch-arabischen Nachrichtenagentur SANA zur Verfügung gestellte Aufnahme zeigt Baschar al-Assad, Präsident von Syrien, während eines Interviews. Foto:

ARCHIV - Die von der syrisch-arabischen Nachrichtenagentur SANA zur Verfügung gestellte Aufnahme zeigt Baschar al-Assad, Präsident von Syrien, während eines Interviews. Foto:

Keystone/SANA//
(sda/dpa)

Während des Protestes sei es zu Handgreiflichkeiten zwischen Gegnern und Anhängern von Machthaber Baschar Al-Assad gekommen, meldeten die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und lokale Aktivisten am Montag. Regierungsanhänger hätten die Demonstranten angegriffen.

Die Menschenrechtsbeobachter berichteten von insgesamt zehn Festnahmen. Einige Demonstranten seien verletzt worden, hiess es.

Auf einem Video in den sozialen Medien ist zu sehen, wie Dutzende Menschen im Zentrum Al-Suwaidas gegen Assad und die syrische Führung protestieren. Dabei riefen sie unter anderem «Das Volk will den Stuz des Regimes». Diesen Ruf hatten Demonstranten in mehreren Ländern auch während der arabischen Aufstände 2011 immer wieder angestimmt.

Bereits in der vergangenen Woche war es in Al-Suwaida mehrfach zu Protesten gegen Syriens Führung und die schlechte Wirtschaftslage gekommen. Das Land erlebt derzeit eine schwere Wirtschaftskrise. Das syrische Pfund hat massiv an Wert verloren. Syrer beklagen einen massiven Preisanstieg und den Mangel etwa an Medikamenten.

Die Stadt Al-Suwaida und gleichnamige Provinz gelten eigentlich als Region, die Assad gegenüber loyal ist. Dort leben vor allem Mitglieder der religiösen Minderheit der Drusen. Demonstrationen gegen die Regierung hatten 2011 Syriens Bürgerkrieg ausgelöst. Sicherheitskräfte gingen damals mit Gewalt gegen die Proteste vor.