Freeland ist erste weibliche Finanzministerin Kanadas

Mit Chrystia Freeland ist erstmals eine Frau als zur Finanzministerin Kanadas ernannt worden. Die 52-Jährige wurde nach dem Rücktritt des politisch angeschlagenen Bill Morneau am Dienstag in Ottawa bei einer Zeremonie im Beisein von Premierminister Justin Trudeau vereidigt. Freeland war zuvor Aussenministerin und zuletzt als stellvertretende Regierungschefin unter anderem mit der Koordination bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie betraut. Trotz ihrer neuen Aufgaben wird sie Trudeau-Vize bleiben.

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Bill Morneau, Finanzminister von Kanada, gibt seinen Rücktritt während einer Pressekonferenz bekannt. Foto: Justin Tang/The Canadian Press/AP/dpa

Bill Morneau, Finanzminister von Kanada, gibt seinen Rücktritt während einer Pressekonferenz bekannt. Foto: Justin Tang/The Canadian Press/AP/dpa

Keystone/The Canadian Press/AP/Justin Tang
(sda/dpa)

Zuvor war am Montag (Ortszeit) Freelands Vorgänger Bill Morneau von seinem Posten zurückgetreten. Zuletzt hatte es Berichte über ein Zerwürfnis zwischen Morneau und Trudeau wegen unüberbrückbarer Differenzen in der Wirtschaftspolitik zur Bewältigung der Corona-Krise gegeben. Darüber hinaus ist Morneau wegen eines Skandals rund um eine Wohltätigkeitsorganisation unter Druck: Gegen ihn und auch Trudeau ermittelt der kanadische Ethik-Beauftragte wegen der Vergabe eines millionenschweren Regierungsauftrags an die Firma, zu der sowohl der Regierungschef als auch der Ex-Finanzminister enge familiäre Kontakte haben.