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Gaza-Waffenruhe wird beiderseits eingehalten

Die Waffenruhe zwischen Israel und der im Gazastreifen herrschenden islamistischen Hamas hält vorerst. Nachdem über Nacht keine weiteren Raketen eingeschlagen waren, konnten viele Bewohner des südisraelischen Grenzgebiets am Freitagmorgen ihrem Alltag nachgehen.
In Trümmer gelegt: Palästinenser in der von Israels Luftwaffe zerstörten mutmasslichen Hamas-Sicherheitszentrale in Gaza. (Bild: KEYSTONE/EPA/HAITHAM IMAD)

In Trümmer gelegt: Palästinenser in der von Israels Luftwaffe zerstörten mutmasslichen Hamas-Sicherheitszentrale in Gaza. (Bild: KEYSTONE/EPA/HAITHAM IMAD)

(sda/reu)

Schulen und Kindergärten waren erstmals seit Tagen geöffnet. Allerdings riefen Palästinensergruppen für den Mittag zu Protesten am Grenzzaun des Gazastreifens auf. Ähnliche Kundgebungen waren in den vergangenen Monaten häufig in Gewalt umgeschlagen.

Die am Donnerstag vereinbarte Waffenruhe kam auf Vermittlung Ägyptens und der Vereinten Nationen zustande. Zuvor hatte es die heftigsten Angriffe von Palästinensern auf Israel seit Wochen gegeben. Allein in den 24 Stunden vor Beginn der Waffenruhe feuerten sie mehr als 180 Raketen und Granaten auf Südisrael. Die israelische Luftwaffe antwortete nach eigenen Angaben mit rund 150 Angriffen auf Ziele der Hamas.

Nachdem diese mit dem Abfeuern einer Rakete mit grösserer Reichweite auf die mehr als 40 Kilometer entfernte Negev-Hauptstadt Beersheba den Konflikt weiter eskalieren liess, griffen israelische Kampfjets am Donnerstagnachmittag ein fünfgeschossiges Gebäude in Gaza an und zerstörten es. Das Gebäude habe als Zentrale der Hamas-Sicherheitsdienste gedient, erklärte die Armee.

Nach palästinensischen Angaben kamen seit Beginn der jüngsten Eskalation am Mittwoch drei Menschen ums Leben - eine schwangere Frau, ihr Kleinkind und ein Hamas-Mitglied. Auf israelischer Seite wurden mindestens sieben Menschen verletzt.

Die Hamas hat die Zerstörung Israels als erklärtes Ziel und riss 2007 die Macht im Gazastreifen nach einem gewalttätigen Konflikt mit der Fatah an sich. Zuvor hatte sie die Palästinenser-Wahl in dem dicht besiedelten Küstenstreifen gewonnen.

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