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«Gelbwesten» demonstrieren am siebten Wochenende in Folge

Die französischen «Gelbwesten» sind am Samstag aus Protest gegen die Politik von Präsident Emmanuel Macron erneut auf die Strasse gegangen. Blockaden, Kundgebungen und andere Aktionen waren etwa in Paris, Lyon, Nantes, Toulouse, Bordeaux und Marseille geplant.
Die französischen «Gelbwesten» sind am Samstag erneut auf die Strasse gegangen. (Bild: KEYSTONE/AP/BOB EDME)

Die französischen «Gelbwesten» sind am Samstag erneut auf die Strasse gegangen. (Bild: KEYSTONE/AP/BOB EDME)

(sda/dpa/afp)

Am siebten Wochenende in Folge haben an zahlreichen Orten in Frankreich wieder «Gelbwesten» gegen die Politik von Präsident Emmanuel Macron demonstriert. Vor allem in Paris, Marseille, Lyon, Toulouse und Bordeaux gab es am Samstag Proteste, wie der Sender France Info berichtete.

Auch Strassensperren wurden demnach wieder errichtet. Mancherorts gab es Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Nach Angaben von France Info kam es in Paris in der Nähe der Studios des Senders BFMTV zu Zusammenstössen mit den Einsatzkräften. Dort protestierten einige Hundert «Gelbe Westen» gegen angebliche Falschinformationen, die der Sender verbreite.

Insgesamt demonstrierten in Paris bis zum Abend nach Angaben der Polizeipräfektur 800 Menschen, erneut wurden Dutzende Menschen festgenommen.

Wieder versammelten sich in Strassburg regionalen Medien zufolge rund hundert Menschen auf der Europabrücke, die nach Deutschland führt. In Marseille gingen der Nachrichtenagentur AFP zufolge etwa 900 Menschen auf die Strasse, in Bordeaux 2400.

Die Zahl der Demonstranten war in den vergangenen Wochen stetig zurückgegangen - am Wochenende vor Weihnachten hatten nur noch 39'000 Menschen landesweit demonstriert. Beobachtern zufolge soll das aber vor allem an den Feiertagen liegen - im Januar könnte die Bewegung wieder deutlich an Zulauf gewinnen.

Milliardenschweres Sozialpaket

Die Regierung hatte im Dezember ein milliardenschweres Sozialpaket auf den Weg gebracht, um den Konflikt zu entschärfen. Seit Mitte November protestieren die «Gelbwesten» gegen die Reformpolitik der Regierung. In der Hauptstadt Paris war es wiederholt zu gewalttätigen Ausschreitungen gekommen.

Am Silvesterabend wollen die «Gelbwesten» auch erneut auf den Champs-Elysées in Paris demonstrieren. Die Hauptstadt hält trotz dieser Ankündigung und der Gewalt bei früheren Demonstrationen an ihrem traditionellen Fest mit Feuerwerk auf der Prachtmeile fest.

Die «Gelbwesten» fordern auch eine Anhebung der Renten und des Mindestlohnes. Zudem wird bei den Protesten immer stärker der Ruf nach einem Rücktritt des Staatschefs laut. Die derzeitige Krise wird als die schwerste von Macrons Amtszeit gewertet.

Und auch noch Benalla-Affäre am Hals

Der Präsident ist zudem mit einer neuen «Affäre Benalla» konfrontiert. Macrons Sicherheitsbeauftragter Alexandre Benalla hatte im Juli wegen seiner Prügelattacke auf Demonstranten in Paris am 1. Mai seinen Posten verloren.

Französischen Medien zufolge begab er sich aber auch nach seiner Entlassung mit einem Diplomatenausweis zu Geschäftsreisen ins Ausland und traf dort eigenmächtig Staatschefs und ranghohe Regierungsvertreter, etwa im Tschad.

Priscilla Ludosky, eine der Wortführerinnen der Bewegung, erklärte: «Wir wollen unsere Kaufkraft zurück, und wir wollen bei Entscheidungen ein Wort mitzureden haben.» Das zeitweilige Abflauen der Bewegung schrieb sie den Feiertagen zu. Im kommenden Jahr werde die Protestbewegung wieder anwachsen, erklärte Ludosky.

Es ist das siebte Wochenende in Folge, an dem die keiner Partei oder Gewerkschaft folgenden Bürger gegen Steueranhebungen und hohe Lebenshaltungskosten demonstrieren. Die bisherigen Zugeständnisse der Regierung reichen ihnen nicht.

In Paris und anderen Städten wurden die Sammelpunkte der Demonstranten zunächst nicht bekannt gegeben, um den Ordnungskräften auszuweichen. In Bordeaux, wo es an den vergangenen Wochenenden Ausschreitungen gegeben hatte, blieben Bibliotheken, Museen und öffentliche Parks geschlossen.

Am Silvesterabend wollen die «Gelbwesten» auch erneut auf den Champs-Elysées in Paris demonstrieren. Die Hauptstadt hält trotz dieser Ankündigung und der Gewalt bei früheren Demonstrationen an ihrem traditionellen Fest mit Feuerwerk auf der Prachtmeile fest.

Die «Gelbwesten» fordern auch eine Anhebung der Renten und des Mindestlohns. Zudem wird bei den Protesten immer stärker der Ruf nach einem Rücktritt des Staatschefs laut. Die derzeitige Krise wird als die schwerste von Macrons Amtszeit gewertet.

Der Präsident ist zudem mit einer neuen «Affäre Benalla» konfrontiert. Macrons Sicherheitsbeauftragter Alexandre Benalla hatte im Juli wegen seiner Prügelattacke auf Demonstranten in Paris am 1. Mai seinen Posten verloren.

Französischen Medien zufolge begab er sich aber auch nach seiner Entlassung mit einem Diplomatenausweis zu Geschäftsreisen ins Ausland und traf dort eigenmächtig Staatschefs und ranghohe Regierungsvertreter, etwa im Tschad.

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