Grosser Polizei-Einsatz im Norden Frankreich wegen Terrorverdacht

Bei einem Anti-Terror-Einsatz gegen mutmassliche Islamisten in Frankreich hat es Festnahmen gegeben. An der Razzia in der Nähe der Hafenstadt Dünkirchen am Ärmelkanal waren rund 200 Polizisten beteiligt, wie es am Dienstag von Seiten der Behörden hiess.

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Polizei-Einsatz im Norden Frankreichs: Im Kampf gegen den Terrorismus haben rund 200 Polizisten im Norden Frankreichs eine religiöse Vereinigung und die Wohnorte von mehreren Verantwortlichen durchsucht. (Bild: Keystone/AP/THIBAULT CAMUS)

Polizei-Einsatz im Norden Frankreichs: Im Kampf gegen den Terrorismus haben rund 200 Polizisten im Norden Frankreichs eine religiöse Vereinigung und die Wohnorte von mehreren Verantwortlichen durchsucht. (Bild: Keystone/AP/THIBAULT CAMUS)

(sda/dpa/afp)

Die Polizei durchsuchte den Angaben zufolge den Sitz eines der grössten schiitischen Zentren Europas in dem Ort Grande-Synthe westlich von Dünkirchen. Auch die Wohnungen der Hauptverantwortlichen des sogenannten Zentrums Zahra Frankreich wurden durchsucht.

Nach Angaben aus der Präfektur wird ihnen die Unterstützung radikalislamischer Gruppen wie der palästinensischen Hamas und der libanesischen Hisbollah vorgeworfen, die vom Iran unterstützt werden.

Zugleich froren die Behörden das Vermögen der Organisation für vorerst sechs Monate ein, wie aus einem im Amtsblatt veröffentlichten Dekret hervorgeht. Ziel des 2009 gegründeten Zahra-Zentrums ist es nach eigenen Angaben, «die Botschaft des Islam» in Frankreich zu verbreiten.

Frankreich wird seit Jahren von einer islamistischen Terrorwelle erschüttert. Dabei wurden fast 250 Menschen aus dem Leben gerissen.