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Guaidó warnt vor «falschem Dialog» mit Maduro-Regierung

Vor der Wiederaufnahme von Gesprächen zwischen Opposition und Regierung in Venezuela hat der selbsternannte Übergangspräsident Juan Guaidó vor einem «falschen Dialog» gewarnt. «Nie wieder wird man uns mit einem falschen Dialog täuschen.»
Die venezolanische Opposition um den selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó sieht den von Norwegen eingefädelten Verhandlungsversuch mit dem Maduro-Regime skeptisch. (Bild: KEYSTONE/EPA EFE/RAYNER PEÑA)

Die venezolanische Opposition um den selbst ernannten Interimspräsidenten Juan Guaidó sieht den von Norwegen eingefädelten Verhandlungsversuch mit dem Maduro-Regime skeptisch. (Bild: KEYSTONE/EPA EFE/RAYNER PEÑA)

(sda/afp/dpa)

Dies sagte Guaidó am Samstag vor hunderten Anhängern in der Stadt Carora im Nordwesten des südamerikanischen Landes. Die für kommende Woche angesetzten Gespräche in Norwegen erwähnte er dabei nicht.

Nach Angaben des norwegischen Aussenministeriums haben sich die beiden Lager darauf geeinigt, nach Oslo zurückzukehren, um die von Norwegen geführten Verhandlungen fortzusetzen. Das Ministerium werde die Suche nach einer Lösung weiter unterstützen, hiess es.

In Venezuela tobt seit Monaten ein Machtkampf zwischen Maduro und dem Oppositionsführer. Guaidó wird von mehr als 50 Staaten als Übergangspräsident anerkannt. Maduro kann bisher auf die Unterstützung grosser Teile der Armee sowie Kubas und Russlands zählen.

Beide Seiten haben einer Vermittlung durch Norwegen zugestimmt. Laut Guaidó gab es bisher aber keine direkten Verhandlungen. Ergebnis jeglicher Vermittlung könnten nur der Rücktritt Maduros und Neuwahlen sein, sagte er.

Nur Abgang Maduros verhandelbar

Die USA unterstützen bei den von Norwegen vermittelten Kontakten zwischen Regierung und Opposition Venezuelas weiterhin den Wunsch der Venezolaner nach Demokratie und einem Ende des «illegitimes Regimes von (Staatschef Nicolás) Maduro. Dieser hatte zuletzt eine Neuwahl des von der Opposition dominierten Parlaments ins Gespräch gebracht. «Freie Wahlen können nicht von einem Tyrannen überwacht werden», teilte das US-Aussenministerium in Washington am Samstagabend (Ortszeit) mit.

Daher könne in Oslo mit Maduro einzig und allein «über die Bedingungen seines Abgangs» verhandelt werden. «Wir hoffen, dass sich die Gespräche in Oslo darauf konzentrieren, dass dann auch Fortschritte möglich sind», heisst es weiter in der Mitteilung.

Gleichzeitig forderte das US-Aussenministerium von der Regierung in Caracas die sofortige Freilassung inhaftierter Oppositionspolitiker, unter ihnen der stellvertretenden Parlamentsvorsitzenden Edgar Zambrano. Insgesamt gebe es in Venezuela aktuell rund 800 politische Gefangene.

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