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In 180 Ländern gehen um 20.30 Uhr die Lichter aus

Für den Klima- und Umweltschutz haben am Samstagabend weltweit Millionen Menschen jeweils um 20.30 Uhr für eine Stunde das Licht ausgeschaltet. Auch in der Schweiz beteiligten sich rund 40 Städte an der von der Umweltorganisation WWF initiierten Aktion «Earth Hour».
Das Brandenburger Tor in Berlin selbst für einmal ohne Beleuchtung. (Bild: KEYSTONE/EPA/OMER MESSINGER)

Das Brandenburger Tor in Berlin selbst für einmal ohne Beleuchtung. (Bild: KEYSTONE/EPA/OMER MESSINGER)

(sda/afp)

Weltweit beteiligen sich nach WWF-Angaben rund 180 Länder. Die Aktion begann um 7.30 Uhr MEZ auf dem Inselstaat Samoa und endet 25 Stunden später auf den Cookinseln und Französisch-Polynesien. Auch berühmte Wahrzeichen wie das Opernhaus in Sydney, der weltweit höchste Wolkenkratzer Burj Khalifa in Dubai, die Akropolis in Athen und der Kreml in Moskau wurden in Dunkelheit getaucht.

In der Schweiz gingen unter anderem in der Berner Altstadt, am Rheinfall, am Basler Münster, am Kloster St. Gallen, am Jet d'eau in Genf und an der Kapellbrücke in Luzern Punkt 20.30 Uhr die Lichter aus. Die Schweizer Beteiligung bewege sich auf einem Rekordniveau, teilte der WWF mit.

Der abhängige Mensch

Die «Earth Hour» solle den Menschen ihre Abhängigkeit «von einer intakten Natur als Lebensgrundlage» ins Bewusstsein bringen und auf die Bedrohung dieser Lebensgrundlage aufmerksam machen. Die Welt steuere auf eine «unerträgliche Klimaerwärmung von 3 bis 4 Grad zu». In wenigen Jahrzehnten verschwänden so bereits 60 Prozent aller Wildtiere, so die Umweltorganisation mit Sitz im Kanton Waadt.

Die «Earth hour» begann im Jahr 2007 in Australien. Gemäss WWF sind daraus auch konkrete Umweltschutzprojekte entstanden - etwa ein Meeresschutz-Gebiet in Argentinien, 17 Millionen neu gepflanzte Bäume in Kasachstan, Solarstrom für Dörfer in Indien und auf den Philippinen, 4000 holzsparende Kocher in Madagaskar oder ein Wettbewerb für die nachhaltigste Stadt in Rumänien.

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