Iran meldet Höchstwerte an Corona-Toten und Neuinfektionen

Die Zahlen der Corona-Toten und der Neuinfektionen im Iran haben neue Höchstwerte erreicht. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Mittwoch starben binnen eines Tages 462 Corona-Patienten.

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dpatopbilder - Ein Mitarbeiter bereitet den Leichnam eines Mannes vor, der an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben ist, in einem Leichenschauhaus auf dem Friedhof Behesht-e-Zahra am Rande der iranischen Hauptstadt. Der Friedhof ist einer der weltweit grössten mit 1,6 Millionen Menschen, die auf seinem mehr als 5 Quadratkilometer grossen Gelände beerdigt sind. Foto: Ebrahim Noroozi/AP/dpa

dpatopbilder - Ein Mitarbeiter bereitet den Leichnam eines Mannes vor, der an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben ist, in einem Leichenschauhaus auf dem Friedhof Behesht-e-Zahra am Rande der iranischen Hauptstadt. Der Friedhof ist einer der weltweit grössten mit 1,6 Millionen Menschen, die auf seinem mehr als 5 Quadratkilometer grossen Gelände beerdigt sind. Foto: Ebrahim Noroozi/AP/dpa

Keystone/AP/Ebrahim Noroozi
(sda/dpa)

Im gleichen Zeitraum wurden 11 780 Neuinfektionen registriert. Damit liege die Gesamtzahl der Corona-Toten im Land aktuell bei fast 40 000, die der Infizierten bei über 700 000, sagte Ministeriumssprecherin Sima Lari im Staatsfernsehen. Der Iran hat rund 82 Millionen Einwohner.

Die Fallzahlen dürften jedoch mehr als doppelt so hoch sein wie angegeben, weil es im Iran laut Gesundheitsexperten noch zu wenige Testmöglichkeiten gibt. Nun will das Gesundheitsministerium die Corona-Tests von 25 000 auf 100 000 pro Tag erhöhen. Experten aber sind der Auffassung, dass für eine Bevölkerung von mehr als 82 Millionen Menschen mindestens 200 000 Tests am Tag erforderlich seien, um an die wahren Fallzahlen zu kommen.

Wegen der dramatisch steigenden Fallzahlen in den vergangenen Wochen musste die Regierung von Präsident Hassan Ruhani in mehreren Grossstädten wieder drastische Einschränkungen des öffentlichen Lebens einführen. In der Millionenmetropole Teheran müssen alle Geschäfte um Punkt 18.00 Uhr und somit vier bis sechs Stunden früher schliessen. Seit Dienstag herrscht in der Hauptstadt auch eine nächtliche Ausgangssperre.