Japaner verschenken Bergluft in Konservenbüchsen

Naturliebhaber in Japan können trotz Corona-Krise aufatmen - oder besser einatmen: Die Stadt Hokuto in der Provinz Yamanashi verschenkt neuerdings Bergluft in Konservenbüchsen.

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Die japanische Stadt Hokuto verschenkt neuerdings Bergluft in Konservendosen.

Die japanische Stadt Hokuto verschenkt neuerdings Bergluft in Konservendosen.

KEYSTONE/EPA/STEPHANIE LECOCQ
(sda/dpa)

Da die Leute wegen der Pandemie die reichhaltige Natur der Region nicht vor Ort geniessen könnten, schicke man ihnen die frische Luft eben in der Dose, wie der japanische Fernsehsender NHK am Freitag berichtete. Zu diesem Zweck schickten die Stadtoberen von Hokuto fünf ihrer Mitarbeiter zunächst an den Fuss der beliebten Bergkette Yatsugatake, um dort die mitgebrachten Geschenkkonserven mit Luft zu füllen.

Weitere Dosen füllten sie mit der Luft von städtischen Parks sowie mit der von örtlichen Schluchten. Jedes der 100 Geschenksets bestehe aus einer dieser drei «Luftsorten», hiess es. Die Stadt wolle sie zum Teil im Internet verlosen, andere Dosen sollen unter anderem an Schwesterstädte verschenkt werden. Mit diesen Dosen könne man die Schönheit Hokutos erfühlen. Und wenn die Corona-Pandemie erst einmal überstanden sei, kämen die Leute hoffentlich dann auch direkt in die Region, erläuterte ein Tourismussprecher die eigenwillige Werbung.