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Japanischer Kaiser hält letzte Rede vor Abdankung

In einer emotionalen Ansprache hat sich Japans Kaiser Akihito vor seiner Abdankung im kommenden Jahr von seinen Untertanen verabschiedet. Er empfinde «grossen Trost», dass sein Land während seiner Regentschaft «frei von Krieg» geblieben sei, sagte Akihito.
Mit einer emotionalen Ansprache hat sich der japanische Kaiser Akihito von seinen Untertanen verabschiedet - im kommenden Mai überlässt er den Thron seinem Sohn Naruhito. (Bild: KEYSTONE/AP Kyodo News/202641+0900)

Mit einer emotionalen Ansprache hat sich der japanische Kaiser Akihito von seinen Untertanen verabschiedet - im kommenden Mai überlässt er den Thron seinem Sohn Naruhito. (Bild: KEYSTONE/AP Kyodo News/202641+0900)

(sda/afp)

Der Monarch erinnerte in einer am Sonntag anlässlich seines 85. Geburtstages ausgestrahlten Rede mit brüchiger Stimme an die «zahllosen» Menschen, die während des Zweiten Weltkrieges ums Leben gekommen sind.

Es sei wichtig, nicht zu vergessen, dass «der Frieden und der Wohlstand Japans nach dem Krieg auf den zahlreichen Opfern und unermüdlichen Anstrengungen des japanischen Volkes aufbaut», sagte Akihito. Diese Geschichte müsse sorgfältig an jene weitergegeben werden, die nach dem Krieg geboren seien.

Der Kaiser dankte seiner Frau Michiko, die 1959 als erste Bürgerliche in das japanische Kaiserhaus einheiratete, dass sie stets an seiner Seite gestanden habe. Der allgemein verehrte Akihito wird im kommendem Jahr als erster japanischer Monarch seit mehr als zwei Jahrhunderten abdanken. Sein ältester Sohn, Kronprinz Naruhito, soll den Chrysanthemen-Thron am 1. Mai besteigen.

Akihito war nach dem Tod seines Vaters Hirohito 1989 auf den Thron gekommen. Während seiner Herrschaft brachte er immer wieder seine pazifistischen Ansichten zum Ausdruck, die im scharfen Kontrast mit dem aggressiven Expansionismus Japans unter seinem Vater standen.

Er etablierte die Rolle des Kaisers als «Symbol des Staates» im Gegensatz zum göttlichen Status, der seinem Vater nach dem Krieg aberkannt worden war. Er bemühte sich zudem um eine grössere Nähe zum japanischen Volk.

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