Johnsons kuriose Herausforderer: Count Binface und Lord Buckethead

Der britische Premierminister Boris Johnson muss sich bei der Parlamentswahl am 12. Dezember in seinem Wahlkreis Uxbridge and South Ruislip einigen kuriosen Herausforderern stellen.

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Der britische Premierminister Boris Johnson muss sich bei der Parlamentswahl am 12. Dezember in seinem Wahlkreis einigen kuriosen Herausforderern stellen. Auf der Liste der Kandidaten findet sich u.a. ein Lord Buckethead (Lord Eimerkopf) und ein Count Binface (Graf Mülltonnengesicht). (Bild: KEYSTONE/AP POOL/FRANK AUGSTEIN)

Der britische Premierminister Boris Johnson muss sich bei der Parlamentswahl am 12. Dezember in seinem Wahlkreis einigen kuriosen Herausforderern stellen. Auf der Liste der Kandidaten findet sich u.a. ein Lord Buckethead (Lord Eimerkopf) und ein Count Binface (Graf Mülltonnengesicht). (Bild: KEYSTONE/AP POOL/FRANK AUGSTEIN)

(sda/dpa)

Auf der Liste der Kandidaten, die am Donnerstagabend veröffentlicht wurde, findet sich unter anderem ein Lord Buckethead (Lord Eimerkopf) und ein Count Binface (Graf Mülltonnengesicht). Weitere Bewerber sind Yace Yogenstein, der auch unter dem Namen Interplanetary Time Lord (Interplanetarischer Zeitfürst) antritt, und Bobby «Elmo» Smith.

Hinter Count Binface steht dem «Guardian» zufolge der Comedian Jon Harvey. Er war bereits bei der vergangenen Wahl im Jahr 2017 gegen die damalige Regierungschefin Theresa May in deren Wahlkreis Windsor und Maidenhead angetreten und hatte 249 Stimmen erhalten, damals noch unter dem Namen Lord Buckethead. Davon sah er aber dieses Mal angesichts eines Urheberrechtsstreits ab.

Einen anderen Bewerber scheint das nicht abgehalten zu haben, den Namen aufzugreifen. Wer von den beiden das typische Kostüm mit dem eimerförmigen, schwarzen Helm, dem hohen Stehkragen und Cape bei der Verkündung des Wahlergebnisses tragen wird, war zunächst unklar. Keine Verwechslungsgefahr dürfte es bei Bobby «Elmo» Smith geben: Auch er trat bereits 2017 im Kostüm der beliebten Sesamstrassenfigur gegen May an und holte drei Stimmen.

Auch ernsthafte Konkurrenten

Johnson hat aber auch ernsthafte Herausforderer. Am gefährlichsten könnte ihm der Kandidat der Labour-Partei, Ali Reza Milani, werden. Bei der letzten Wahl gewann Johnson mit einem relativ knappen Vorsprung von rund 5000 Stimmen. Im britischen Mehrheitswahlrecht zieht nur jeweils der Kandidat mit den meisten Stimmen in einem Wahlkreis ins Parlament ein.